Marburg ehrt Unternehmen für gelungene Integration von Menschen mit Migrationshintergrund
Brunhilde JesselMarburg ehrt Unternehmen für gelungene Integration von Menschen mit Migrationshintergrund
Die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf haben eine neue Initiative ins Leben gerufen, um Organisationen auszuzeichnen, die sich für die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen. Das neu geschaffene Qualitätssiegel "Lebendige interkulturelle Vielfalt" würdigt Arbeitgeber, die sich aktiv für Diversität und Inklusion am Arbeitsplatz engagieren. Die nächste Bewerbungsrunde startet am 15. Februar 2026.
Alle zwei Jahre wird das Siegel an Unternehmen, freiberufliche Dienstleister und öffentliche Verwaltungen in der Region verliehen. Es ist Teil eines Netzwerks von 40 Organisationen, die bewährte Praktiken austauschen und Vielfalt in der Arbeitswelt fördern. Teilnehmer des Programms berichten von Vorteilen – sowohl intern, etwa durch verbesserte Teamdynamik, als auch extern, etwa durch eine bessere Betreuung von Kundinnen und Kunden mit unterschiedlichen Hintergründen.
Bei einer kürzlichen Veranstaltung im Marburger Rathaus begrüßte die Stadträtin Kirsten Dinnebier die Staatssekretärin Katrin Hechler, die das Siegel vorstellte. Hechler bezeichnete die Initiative als zentrales Instrument für gelungene Integration, das Menschen mit Migrationsgeschichte dabei hilft, in der Region Fuß zu fassen. Peter Neidel, Erster Kreisbeigeordneter, betonte ebenfalls die Bedeutung von Beschäftigung für gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Integration. Das Netzwerk hinter dem Siegel veröffentlicht jährlich eine "Best-Practice-Liste", um erfolgreiche Beispiele vorzustellen und andere Arbeitgeber zu inspirieren. Zwar wurden noch keine konkreten Organisationen für die Bewerbungsrunde 2026 genannt, doch weitere Informationen zum Verfahren gibt es unter www.ourwebsite/qualityseal.
Das Qualitätssiegel "Lebendige interkulturelle Vielfalt" zielt darauf ab, Integration durch Beschäftigung und Vielfalt am Arbeitsplatz zu stärken. Die Bewerbungen für die nächste Verleihungsrunde beginnen Anfang 2026. Das Netzwerk wird seine Unterstützung für inklusive Einstellungspraktiken weiter ausbauen. Interessierte Organisationen finden auf der offiziellen Website Hinweise zur Teilnahme.






