"Seitenwende": Wie die taz mit Popcorn-Explosion und Sekt ihr Print-Zeitalter verabschiedete
Klaas Lübs"Seitenwende": Wie die taz mit Popcorn-Explosion und Sekt ihr Print-Zeitalter verabschiedete
Das Berliner taz-Haus in Kreuzberg feierte am 16. Oktober 2023 mit einer rauschenden Party das Ende seiner werktäglichen Printausgaben. Unter dem Motto "Seitenwende" strömten weit mehr Gäste in das Gebäude, als die Kantine fassen konnte – Mitarbeiter:innen, Praktikant:innen und neugierige Anwohner:innen füllten jeden Winkel. Mit Musik, Reden und sogar einer unerwarteten Explosion wurde es ein unvergesslicher Abend.
Der Abend begann mit kostenlosen Getränken und Snacks, darunter Sekt und Häppchen. Chefredakteur:innen, Geschäftsführer:innen und Bundestagsvizpräsident Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) hielten im Wechsel Ansprachen. Unterdessen spielten Praktikant:innen Bingo und scherzten, sie müssten genug Wein trinken, um auf Mindestlohn zu kommen – hochgerechnet wären das 4.080 Euro.
Ein Vertriebsmitarbeiter brachte frische Exemplare der letzten Freitagsausgabe mit, dem Star des Abends. DJs heizten die Stimmung weiter an, doch die Feier nahm eine chaotische Wendung, als die Popcornmaschine im Innenhof explodierte. Die Gäste stürmten in die Cafeteria, als der unerwartete Knall durch die Menge hallte.
Den Abschluss bildete ein Auftritt mit Liedern von Ton Steine Scherben – eine passende Hommage an die lange Printgeschichte der Zeitung. Trotz des Missgeschicks blieb die Stimmung ausgelassen, und die Anwesenden stießen auf das Ende einer Ära an.
Die "Seitenwende"-Party markierte den Abschied der taz vom werktäglichen Print und zog ein buntes Publikum aus Mitarbeiter:innen und Schaulustigen an. Mit Reden, Musik und sogar einer unfreiwilligen Explosion hinterließ der Abend bleibende Erinnerungen. Mit der letzten Freitagsausgabe in der Hand richtet sich die Zeitung nun auf ihre digitale Zukunft aus.






