09 February 2026, 13:24

Gießen schmiedet einzigartiges Bündnis für Demokratie und Erinnerungskultur

Ein großes Feld aus Betonblöcken verschiedener Höhen, die in einem Gittermuster angeordnet sind, mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund und einem bewölkten Himmel.

Gießen schmiedet einzigartiges Bündnis für Demokratie und Erinnerungskultur

Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur (AHL) an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und das Polizeipräsidium Mittelhessen (PPMH) haben ein "Bündnis für mehr Demokratie" ins Leben gerufen. Diese Partnerschaft soll demokratische Werte stärken und die historisch-politische Bildung verbessern. Beide Einrichtungen werden gemeinsam Bildungsprojekte und Gedenkinitiativen umsetzen, um das Verständnis für die Vergangenheit zu vertiefen.

In der Vereinbarung sind mehrere zentrale Aktivitäten festgehalten. Jährliche Exkursionen nach Łódź und zur Gedenkstätte Auschwitz werden sich auf Literatur, Geschichte und politische Bildung konzentrieren. Zudem ist ein Austausch von Praktikant:innen und Mitarbeiter:innen beider Institutionen geplant, um durch praktische Erfahrungen gegenseitiges Lernen zu fördern.

Interdisziplinäre Vorträge, Zeitzeug:innengespräche und öffentliche Workshops sollen den Dialog über historische Themen anregen. Ziel ist es, akademische Forschung mit der polizeilichen Praxis zu verknüpfen.

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JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz bezeichnete das Bündnis als eine "gemeinsame Erklärung von Verantwortung, Erinnerung und mehr Demokratie". Torsten Krückemeier, Präsident des PPMH, sieht darin die Chance, Wissen zu erweitern und die Verbindung zwischen Forschung und Polizeiarbeit zu stärken. Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels betonte die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Geschichte und der Suche nach neuen Wegen, das Verständnis zu vertiefen.

Prof. Dr. Sascha Feuchert, Leiter der AHL, begrüßte das Engagement der Polizei für die Erinnerung an den Holocaust. Als Hauptansprechpartner für die Zusammenarbeit fungiert auf Seiten des PPMH Polizeidirektor Benjamin Schneider.

Das Bündnis setzt auf konkrete Maßnahmen wie Bildungsreisen, Praktika und öffentliche Veranstaltungen. Durch die Verknüpfung von akademischem Fachwissen mit polizeilichem Engagement soll das demokratische Bewusstsein gestärkt werden. Die Initiative steht für ein gemeinsames Bekenntnis zu historischer Bildung und aktiver Erinnerungskultur.