11 February 2026, 11:10

Hessen reformiert den Rettungsdienst: Bessere Bedingungen und digitale Lösungen geplant

Eine Gruppe von Feuerwehrmännern in Helmen und Sauerstoffflaschen steht in einem dunklen Raum mit Rohren auf der linken und rechten Seite, mit einer Maschine und anderen Gegenständen im Hintergrund, was auf einen Rettungseinsatz hinweist.

Hessen reformiert den Rettungsdienst: Bessere Bedingungen und digitale Lösungen geplant

Hessen plant eine Reform des Rettungsdienstes mit Fokus auf bessere Arbeitsbedingungen und effizientere Einsatzsysteme. Gesundheitsministerin Diana Stolz hat Pläne vorgestellt, den Sektor durch neue Regelungen und digitale Aufrüstungen zu stärken. Die Änderungen sollen das Personal entlasten und den Bürgerinnen und Bürgern schnellere sowie zuverlässigere Versorgung sichern.

Allein im vergangenen Jahr bearbeiteten die Rettungskräfte in Hessen rund 1,3 Millionen Einsätze. Das aktuelle System umfasst 26 Rettungsdienstbereiche, die von 25 Leitstellen, 24 ärztlichen Koordinierungsstellen und vier Luftrettungsstützpunkten unterstützt werden. Diese Leitstellen bilden das Rückgrat der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr und organisieren lebensrettende Hilfe, wenn jede Sekunde zählt.

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Die geplanten Novellierungen des Hessischen Rettungsdienstgesetzes (HRDG) sehen Digitalisierung und datengestützte Verbesserungen vor. Ministerin Stolz betonte die Notwendigkeit nachhaltiger Strukturen und klarer Regelungen, um den Druck auf die Einsatzkräfte zu verringern. Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung, die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort in die Reformen des Gesundheitswesens einzubeziehen.

Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, insbesondere bei der Leitstellenarbeit, bleibt ein zentrales Anliegen. Zwar liegen keine genauen Zahlen über den Einsatz freiwilliger Feuerwehrleute im Jahr 2023 vor, doch ihre Rolle in der Gefahrenabwehr gilt als unverzichtbar. Stolz dankte öffentlich allen Rettungskräften und würdigte das Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen gleichermaßen.

Die Reformen werden zu einer engeren Verzahnung von Rettungsdienst und Leitstellen führen. Durch die Modernisierung der Systeme und die Unterstützung des Personals erhofft sich die Landesregierung eine Steigerung der Effizienz und der öffentlichen Sicherheit. Die überarbeiteten Vorschriften sollen ein widerstandsfähigeres Notfallversorgungsnetz in ganz Hessen schaffen.