Mainz ehrt den "Dummen August" mit neuem Preis für mutigen Humor
Mainz ehrt den "Dummen August" mit neuem Preis für mutigen Humor
Die Tradition des Clowns reicht über 2.000 Jahre zurück – mit Wurzeln im antiken Rom. Der Mainzer Karneval feiert diese Geschichte seit langem und ehrt Figuren wie den Dummen August – einen tollpatschigen Narren, der durch ungeschickte Fragen und furchtlose Schnitzer auffällt. Nun hat ein lokaler Verein dieses Erbe mit einem neuen Preis für all jene wiederbelebt, die den Geist des Clowns verkörpern: mutigen, unkonventionellen Humor.
Im antiken Rom gab es mindestens vier Clown-Typen, jeder mit einer eigenen Rolle. Der Centunculus trug ein Flickwerk-Kostüm, lief barfuß und schminkte sein Gesicht weiß, um Grimassen zu verstärken. Der Stupidus, eine feste Figur in der ländlichen Komödie, war ein Vorläufer des heutigen Dummen August – einer Gestalt, die soziale Normen ignoriert und Scheitern ohne Scham annimmt. Die Deliciae, oft Menschen mit kleiner Statur oder Behinderungen, dienten als Hofnarren und verbanden Satire mit Verletzlichkeit.
Die Tradition des Dummen August lebt in Mainz besonders weiter, wo Clowns bereits zur Römerzeit durch die Straßen zogen. Diese Figur, heute fester Bestandteil des Karnevals, stellt zur Unzeit die falschen Fragen und trotzt mit dreistem Charme allen Erwartungen. Der Verein Rettet das Römische Mainz hat kürzlich den Preis des Dummen August ins Leben gerufen, um dieses Erbe zu würdigen. Die erste Auszeichnung ging an Martin Malcherek, einen linksgerichteten Stadtrat. Dirk Loomans, Präsident des Karneval Club Kastel, überreichte den Preis als Bajazzo – ein würdevoller Weißclown – und lobte den Dummen August als unverzichtbaren Teil des Karnevalsgeistes.
Loomans betonte, dass die Bereitschaft des Narren, sich lächerlich zu machen, ihn zu einem mächtigen Wahrheitsverkünder werde. Der Preis ehrt Originalität, Mut und Kreativität – Eigenschaften, die Malcherek durch seinen unkonventionellen Ansatz unter Beweis stellte. Die Zeremonie knüpfte auch an weitere Karnevalstraditionen an, darunter das 100-jährige Jubiläum der Mainzer Hofsänger, die einst in Bajazzo-Kostümen auftraten. Von den Straßen Roms bis zu den heutigen Festen bleibt der Clown ein Symbol des Widerstands, des Lachens und der ungeschminkten Ehrlichkeit.
Der Preis des Dummen August schreibt ein neues Kapitel in der Mainzer Karnevalsgeschichte und verbindet antike römische Clowns mit den Satirikern von heute. Die Auszeichnung zeigt, wie Persönlichkeiten wie Malcherek eine Tradition von mutigem, grenzenüberschreitendem Humor fortführen. Indem das Scheitern als Kunst gefeiert wird, stellt der Verein sicher, dass der Dumme August – und die wahrheitsverkündende Kraft der Clowns – im kulturellen Leben der Stadt weiterlebt.
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