Hessens Familiengerichte verzeichnen leichten Anstieg bei abgeschlossenen Verfahren 2025
Brunhilde JesselFamiliengerichte in Hessen bearbeiten mehr Fälle - Hessens Familiengerichte verzeichnen leichten Anstieg bei abgeschlossenen Verfahren 2025
Familiengerichte in Hessen schlossen 2025 rund 40.270 prozentrechnung ab – leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr
Die hessischen Familiengerichte beendeten im Jahr 2025 insgesamt 40.270 Fälle und verzeichneten damit einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl entspricht einem Zuwachs von 1,6 Prozent, doch im Vergleich zu 2015 ist die Gesamtzahl der Verfahren deutlich gesunken. Die meisten Streitigkeiten endeten mit einer richterlichen Entscheidung, einige wurden jedoch durch Mediation beigelegt oder nach Rücknahme der Klage eingestellt.
Die Fallzahlen an Hessens Familiengerichten stiegen 2025 moderat an. Insgesamt wurden 40.270 Verfahren abgeschlossen – 650 mehr als im Jahr 2024. Trotz dieses jüngsten Anstiegs liegt die Anzahl der Fälle weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor einem Jahrzehnt: Seit 2015 ist ein Rückgang um 21,5 Prozent zu verzeichnen.
Im vergangenen Jahr wurden 60 Prozent der Fälle durch ein Urteil entschieden. Weitere 10 Prozent konnten durch Mediation geregelt werden, während 5,3 Prozent der Verfahren nach einem Rückzug des Antrags endeten. Die Gerichte befassen sich vor allem mit Streitigkeiten rund um Kinder, etwa zu Sorge- und Unterhaltsfragen, wobei detaillierte Aufschlüsselungen für 2025 noch ausstehen.
Familiengerichte in Deutschland behandeln ein breites Spektrum an Themen – von Scheidungen und Unterhaltszahlungen bis hin zu Kindeswohl und Sorgerechtsregelungen. Die aktuellen Zahlen spiegeln anhaltende Trends wider: Die Mehrheit der Konflikte erfordert nach wie vor die Entscheidung eines Richters.
Die Daten für 2025 zeigen einen leichten Anstieg der Familiengerichtsverfahren in Hessen und kehren damit den langjährigen Rückgangstrend um. Mehr als die Hälfte der Streitfälle endete mit einem Urteil, während Mediation und Klagerücknahmen einen kleineren Anteil ausmachten. Die Zahlen unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach richterlicher Konfliktlösung in Familiensachen.






