Noratis AG in Eigenverwaltung: Gericht eröffnet Insolvenzverfahren gegen Immobilienkonzern
Helga MüllerNoratis AG in Eigenverwaltung: Gericht eröffnet Insolvenzverfahren gegen Immobilienkonzern
Landgericht Frankfurt am Main eröffnet Insolvenzverfahren gegen Noratis AG
Das Landgericht Frankfurt am Main hat offiziell das Insolvenzverfahren über die Noratis AG eröffnet. Mit Wirkung zum 1. März 2026 ist das Unternehmen in die Eigenverwaltung übergegangen, nachdem außergerichtliche Einigungsversuche mit den Finanzpartnern gescheitert waren. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und eine Zwangsliquidation zu vermeiden.
Noratis AG hatte bereits im Dezember 2025 Schutz im Rahmen des Schutzschirmverfahrens beantragt. Dieser Schritt folgte gescheiterten Verhandlungen mit Kreditgebern und Anleihegläubigern zur Umstrukturierung der Schulden. Das Gericht bestätigte später die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens und leitete das formelle Insolvenzverfahren ein.
In der Eigenverwaltung bleibt die bestehende Geschäftsführung für die Steuerung des Immobilienportfolios verantwortlich. Derzeit wird ein detaillierter Insolvenzplan zur Neuordnung der Finanzen erarbeitet. Als Insolvenzverwalter wurde Dr. Andreas Kleinschmidt bestellt, der den Prozess überwacht und die Interessen der Gläubiger wahrt.
Der nächste entscheidende Schritt ist die Abstimmung der Gläubiger über den vorgeschlagenen Restrukturierungsplan. Bei Zustimmung wird das Gericht die endgültige Bestätigung erteilen, sodass Noratis den Geschäftsbetrieb fortsetzen kann. Ohne diese Unterstützung bleibt die Zukunft des Unternehmens ungewiss.
Der Erfolg der Sanierung hängt maßgeblich von der Rückendeckung der Finanzierungspartner und Anleihegläubiger ab. Wird der Insolvenzplan angenommen, kann die Noratis AG ihre Geschäftstätigkeit fortsetzen. Die endgültige Entscheidung des Gerichts folgt nach der Gläubigerversammlung in den kommenden Verfahrensschritten.






