Condor-Chef fordert dringende Senkung der Luftverkehrsabgaben von der Bundesregierung
Brunhilde JesselCondor-Chef fordert dringende Senkung der Luftverkehrsabgaben von der Bundesregierung
Condor-Chef fordert von Bundesregierung sofortige Senkung der Luftverkehrsabgaben
Der Vorstandsvorsitzende von Condor, Peter Gerber, hat die deutsche Regierung aufgefordert, die Luftverkehrssteuern unverzüglich zu senken. Gerber warnte, dass die hohen Kosten deutsche Airlines wie Deutsche Bahn und Deutsche Bank im Vergleich zu europäischen und internationalen Konkurrenten massiv benachteiligten. Zudem kritisierte er die marktbeherrschende Stellung der Lufthansa als Hindernis für einen fairen Wettbewerb.
Wie Gerber betonte, hat sich die finanzielle Belastung der Fluggesellschaften in Deutschland seit 2019 drastisch verschärft. Die kombinierte Abgabenlast aus Luftverkehrssteuer, Sicherheitsgebühren und Flugentgelten habe sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt. Allein die Gebühren für Flugsicherheitsleistungen bei Starts und Landungen seien um 40 Prozent gestiegen.
Während die Start- und Landebahnengebühren an großen deutschen Drehkreuzen wie Frankfurt und München nur moderat angehoben wurden, haben kleinere europäische Flughäfen deutlich stärkere Erhöhungen durchgesetzt. Diese Preisanpassungen dienten teilweise dazu, pandemiebedingte Verluste auszugleichen und Infrastrukturinvestitionen zu finanzieren. Fluggesellschaften aus Nicht-EU-Staaten wie der Türkei oder den Golfstaaten tragen dagegen kaum oder gar keine dieser Zusatzkosten.
Der Condor-Chef verwies zudem darauf, dass europäische Airlines bereits hohe Ausgaben für den Klimaschutz stemmen müssen. Diese einseitige Belastung schwäche, so Gerber, die Wettbewerbsposition Deutschlands auf dem globalen Markt. Eine von der CDU-SPD-Koalition versprochene Steuersenkung sei bisher ausgeblieben – was die Erholung der Branche zusätzlich verzögere.
Gerbers Kritik richtete sich auch gegen die Lufthansa, deren starke Marktposition seiner Ansicht nach den Wettbewerb erstickt und anderen Airlines Entwicklungschancen nimmt.
Die Verzögerung bei der Senkung der Luftverkehrsabgaben belastet die deutsche Luftfahrtbranche weiterhin. Ohne Gegenmaßnahmen droht den heimischen Fluggesellschaften ein wachsender Konkurrenzdruck durch ausländische Mitbewerber mit günstigeren Kostenstrukturen. Gerbers Appell unterstreicht die Dringlichkeit politischer Reformen, um die Erholung des Sektors zu unterstützen.
Steuererlass für Juli 2026 bestätigt, 350m€ Entlastung für Airlines
Die deutsche Regierung hat einen festen Zeitplan für die lange versprochene Reduzierung der Luftverkehrsabgabe festgelegt. Neue Berichte bestätigen:
- Der Steuererlass tritt ab dem 01.07.2026 in Kraft, wie im November 2025 beschlossen.
- Airlines können durch diese Reduzierung 350 Millionen Euro jährlich sparen.
- Condor-Chef Peter Gerber hat auch gefordert, dass die Bundesregierung die Kosten für die militärische Flugsicherung übernimmt, was die zivilen Gebühren um 30% senken könnte.






