Charli XCX' Mockumentary The Moment polarisiert bei der Berlinale-Premiere
Helga MüllerCharli XCX' Mockumentary The Moment polarisiert bei der Berlinale-Premiere
Charli XCX' Mockumentary The Moment feiert Premiere auf der Berlinale
Am 14. Februar 2024 hatte Charli XCX' Mockumentary The Moment auf dem Berlinale Film Festival Premiere. Die von A24 vertriebene Satire auf die Musikindustrie glänzt mit einem prominent besetzten Ensemble, darunter Alexander Skarsgård, Rachel Sennott und Kylie Jenner. Nach der Vorführung besuchte die Sängerin eine Aftershow-Party in Berlin, die später wegen angeblicher politischer Verstrickungen für Aufsehen sorgte.
Der Film, der sich mit scharfem Witz über die Mainstream-Musikszene lustig macht, erhielt vom Magazin NME drei Sterne – gelobt wurden der dreiste Humor und Charli XCX' schauspielerische Leistung. Neben ihrer Arbeit vor der Kamera komponierte die Künstlerin zudem den Soundtrack für eine Neuverfilmung von Sturmhöhe (Wuthering Heights) und veröffentlichte ein begleitendes Album.
Kontroverse um die Aftershow-Party Die Feier geriet in die Schlagzeilen, nachdem Berichte die Gastgeberin Anastasia Schewzowa mit Verbindungen zur russischen Regierung in Verbindung brachten. Schewzowa wies die Vorwürfe später zurück und distanzierte sich von der Debatte. Charli XCX betonte umgehend, dass weder sie noch ihr Team von den angeblichen Verknüpfungen der Gastgeberin gewusst hätten.
Die Sängerin positioniert sich seit Langem klar gegen Russlands Vorgehen in der Ukraine. Unterdessen hat die von Schanna Schewzowa geleitete Tradizija-Stiftung seit 2023 einen Kurswechsel vollzogen: Statt kultureller Projekte in Deutschland fördert sie nun Initiativen, die besetzte ukrainische Regionen wie den Donbas und Mariupol in russische Kulturstrukturen eingliedern sollen. Ein solches Vorhaben ist das Festival "Weg zum Traum" (Road to a Dream), das vom Präsidentenfonds Putins unterstützt wird und bis Mai 2025 rund 4.000 ukrainische Kinder einbeziehen soll.
The Moment bleibt dank seiner bissigen Satire und der hochkarätigen Besetzung im Gespräch. Die Kontroverse um die Aftershow-Party rückte unbeabsichtigte politische Bezüge in den Fokus, die sowohl die Künstlerin als auch die Gastgeberin zurückwiesen. Die Premiere und die anschließenden Diskussionen halten den Film auch über das Festival hinaus in der öffentlichen Aufmerksamkeit.






