16 February 2026, 04:45

Briefwahl in Hessen boomen: Warum immer mehr Wähler per Post abstimmen

Ein altes Dokument, wahrscheinlich eine Wahlurne, mit zwei Stempeln darauf und darauf geschriebenem Text.

Was müssen Sie über Briefwahl wissen? - Briefwahl in Hessen boomen: Warum immer mehr Wähler per Post abstimmen

Briefwahl gewinnt in Deutschland seit fünf Jahren stetig an Bedeutung. Bei der Landtagswahl in Hessen 2021 gaben fast zwei Drittel der Wähler ihre Stimme per Brief ab. Dieser Anstieg spiegelt einen bundesweiten Trend wider, bei dem immer mehr Menschen diese Methode der Stimmabgabe in den Wahllokalen vorziehen.

Schon vor 2021 entfiel in Hessen rund die Hälfte der Stimmen – zwischen 47 und 49 Prozent – auf die Briefwahl, was in etwa dem bundesdeutschen Durchschnitt entsprach. Auch andere Bundesländer wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verzeichneten im gleichen Zeitraum ähnliche Zuwächse. Experten führen diesen Wandel zwar auf die COVID-19-Pandemie zurück, doch auch der Komfortfaktor spielte eine Rolle.

Um per Briefwahl wählen zu können, müssen Bürger zunächst einen Wahlschein beantragen. Dies ist schriftlich, online oder persönlich im örtlichen Bürgeramt möglich – die Frist endet am Wahltag um 15:00 Uhr. Oft wird der Wahlschein auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausgedruckt, die den Wählern zugeschickt wird.

Nach der Genehmigung erhalten die Wähler ein Paket mit dem offiziellen Stimmzettel, einem Wahlumschlag, einem Rückumschlag sowie einem Informationsblatt. Sie können ihren Stimmzettel zu Hause ausfüllen oder sogar im Bürgeramt, bevor sie ihn zurücksenden. Damit die Stimme gezählt wird, müssen alle Unterlagen bis 18:00 Uhr am Wahltag eingegangen sein.

Trotz des Aufschwungs der Briefwahl bleibt die klassische Wahl vor Ort eine Option. Wer möchte, kann weiterhin das zugewiesene Wahllokal aufsuchen.

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Bei der Hessen-Wahl 2021 nutzten 66 Prozent der Wähler die Briefwahl – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Dank flexibler Antragsmöglichkeiten und eines unkomplizierten Ablaufs hat sich die Briefwahl zu einer beliebten Alternative entwickelt. Der Trend deutet darauf hin, dass künftig noch mehr Wähler auf diese Methode setzen könnten.