Hanaus Iftar-Essen 2026 wird zum Symbol für Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Brunhilde JesselHanaus Iftar-Essen 2026 wird zum Symbol für Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Ausländerbeirat von Hanau richtete traditionelles Iftar-Essen aus
Am Sonntag lud der Ausländerbeirat der Stadt Hanau zum jährlichen Iftar-Essen ein – ein Treffen, das über 150 Gäste aus Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft zusammenbrachte. Im Wolfgang-Gemeindezentrum wurde die Veranstaltung zu einem Moment des Dialogs und der Einheit, als die Anwesenden gemeinsam ihr Ramadan 2026-Fasten brachen. Unterdessen kündigte die hessische Landesregierung neue Fördermittel für Vielfaltsprojekte in der Region an.
Den Abend eröffnete Imam Mustafa Bozkurt vom Islamischen Verein Hanau mit einem Gebet und beschrieb den Ramadan als eine "Zeit der Einkehr" und einen "Moment der Barmherzigkeit". Seine Worte prägten eine Atmosphäre der Besinnung und Verbundenheit.
Stadträtin Isabelle Hemsley verwies in ihrer Ansprache auf die zeitliche Überschneidung von Ramadan 2026 und der christlichen Fastenzeit und betonte gemeinsame Werte wie Disziplin und Spiritualität. Ajdin Talic, Vorsitzender des Ausländerbeirats, knüpfte daran an und verband die spirituelle Praxis des Fastens mit bürgerlichem Engagement. Er rief die Gäste auf, sich an Kommunalwahlen zu beteiligen und die Gestaltung ihrer Gemeinschaft aktiv mitzugestalten.
Auch politische Vertreter nahmen am Dialog teil: Der Hanauer Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig und Vizekonsul Gökay Öztürk von der türkischen Vertretung sprachen über den anhaltenden Nahostkonflikt. Beide unterstrichen die Bedeutung eines offenen Austauschs – besonders in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri griff diesen Gedanken auf und bezeichnete das Iftar als Ausdruck von Solidarität und Respekt. Religionsfreiheit sei ein "Grundpfeiler der Demokratie", so Bieri.
Bereits zuvor hatte Hessens Integrationsstaatssekretärin Katrin Hechler am 2. Februar 2026 die Bewilligung von 600.000 Euro für die WIR-Vielfaltszentren im Rahmen des Programms "WIR – Vielfalt und Teilhabe" bekannt gegeben. Die Mittel fließen unter anderem in das WIR-Vielfaltszentrum im Landkreis Kassel, wobei die genaue Anzahl der geförderten Einrichtungen noch nicht feststeht.
Das Iftar in Hanau endete als Demonstration der Einheit, bei der Vertreter unterschiedlicher Hintergründe den Wert von Dialog und gegenseitigem Respekt betonten. Die Veranstaltung fiel zusammen mit der Ankündigung der hessischen Landesregierung, Vielfaltsprojekte finanziell zu unterstützen – ein Zeichen für das anhaltende Engagement zugunsten inklusiver Gemeinschaftsarbeit. Sowohl das Zusammenkommen als auch die Fördergelder spiegeln das übergeordnete Ziel wider, das Verständnis in einer vielfältigen Gesellschaft zu stärken.






