Ines Claus will stellvertretende CDU-Vorsitzende werden – mit Fokus auf Frauen und Digitalisierung
Carina KrauseInes Claus wird stellvertretende Vorsitzende der CDU-Chefin Merz - Ines Claus will stellvertretende CDU-Vorsitzende werden – mit Fokus auf Frauen und Digitalisierung
Ines Claus, Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Hessen, kandidiert für eine der sechs Stellvertreterpositionen unter dem Bundesvorsitzenden Friedrich Merz. Ihre Wahl steht am ersten Tag des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart an, der am 20. und 21. Februar stattfindet. Claus ist derzeit das einzige hessische CDU-Mitglied im engen Bundesvorstand der Partei.
Claus hat Vorschläge vorgelegt, um die Parteiarbeit für Mütter zugänglicher zu gestalten. Dazu gehört die digitale Übertragung von Abendveranstaltungen, damit Eltern mit Betreuungspflichten leichter teilnehmen können. Zudem argumentiert sie, dass eine höhere Frauenquote im Parlament die Wahlchancen und die inhaltliche Ausrichtung der CDU stärken könnte.
Bisher hat sich keine weitere Person für die Position des stellvertretenden Vorsitzenden beworben. Im Gegensatz zu einigen Parteikollegen lehnt Claus quotierte Kandidatenlisten ab, da sie ihrer Meinung nach kaum dazu beitragen, den Anteil weiblicher Abgeordnete zu erhöhen. Ihre Haltung steht im Kontrast zu früheren Erfolgen wie dem von Kristina Schröder, die für die CDU in Wiesbaden bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 jeweils ein Direktmandat gewann.
Falls gewählt, würde Claus eine von sechs Stellvertreterinnen unter Merz werden. Ihr Fokus auf digitale Teilhabe und die Vertretung von Frauen setzt klare Schwerpunkte für ihre mögliche Amtszeit. Über das Ergebnis der Abstimmung wird auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart später in diesem Monat entschieden.
Ines Claus nicht zur stellvertretenden CDU-Vorsitzenden gewählt – Endergebnisse bekanntgegeben
Der CDU-Parteitag in Stuttgart bestätigte, dass Ines Claus nicht in den stellvertretenden Führungsposten gewählt wurde. Die endgültigen Ergebnisse zeigen, dass sechs Kandidaten die Positionen bekleideten, darunter Karl-Josef Laumann (89,21%), Michael Kretschmer (87,82%) und Andreas Jung (77,38%). Claus, die zum Zeitpunkt der Berichterstattung unopposed war, bleibt eine wichtige Figur in den Diskussionen zur Frauenführung in der Partei neben Silvia Breher und Karin Prien.






