12 February 2026, 19:02

Drei Jugendliche wegen Mordversuchs auf der A49 zu Haftstrafen verurteilt

Eine steinerne Brücke mit Bögen und Säulen überspannt ein grünes Feld mit hohem Gras und Bäumen im Hintergrund, mit Fahrzeugen auf der Straße darunter und Geländern, die die Brücke umgeben.

Tatort Brücke - Junge Männer wegen versuchten Mordes verurteilt - Drei Jugendliche wegen Mordversuchs auf der A49 zu Haftstrafen verurteilt

Drei junge Männer sind verurteilt worden, weil sie von einer Autobahnbrücke aus schwere Gegenstände auf vorbeifahrende Autos geworfen hatten. Das Landgericht Marburg stufte ihre Taten als versuchten Mord und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr ein. Die Angriffe ereigneten sich im Mai vergangenen Jahres auf der A49 bei Stadtallendorf.

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Die Angeklagten – ein 15-Jähriger, ein 17-Jähriger und ein 18-Jähriger – gestanden, eine zwei Kilogramm schwere Leitplankensäule sowie mehrere Steine auf die Fahrzeuge darunter zu werfen. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass sie gezielt Fahrer von gebrauchtwagen angegriffen hatten und sich der tödlichen Folgen ihrer Taten bewusst waren. Die Würfe erfolgten nicht zufällig, sondern mit klarer Absicht.

Der 15- und der 18-Jährige erhielten jeweils eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Der 17-Jährige wurde zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt. Alle drei befanden sich bereits in Untersuchungshaft, die auf ihre Strafen angerechnet wird.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung verzichteten auf eine Berufung, sodass das Urteil nun rechtskräftig ist. Aus den Polizeiberichten zum Vorfall am 29. Mai 2025 geht nicht hervor, wie viele Fahrzeuge von den herabfallenden Gegenständen getroffen wurden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten sich der lebensgefährlichen Risiken ihrer Handlungen voll bewusst waren. Die Strafen spiegeln die Schwere der Vorwürfe wider, und weitere rechtliche Schritte sind nicht zu erwarten. Der Fall ist damit abgeschlossen, und alle drei müssen ihre Haftstrafen antreten.