24 February 2026, 15:19

AfD erneut in der Kritik: Vetternwirtschaft bei Familienmitgliedern von Damian Lohr

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

AfD erneut in der Kritik: Vetternwirtschaft bei Familienmitgliedern von Damian Lohr

Neue Vorwürfe der Vetternwirtschaft erschüttern die politische Partei AfD – diesmal im Zusammenhang mit Damian Lohr, dem parlamentarischen Geschäftsführer der Partei in Rheinland-Pfalz. Mehrere Familienmitglieder Lohrs bekleiden Positionen in AfD-nahen Gremien verschiedener Bundesländer. Der Fall befeuert erneut die Debatte über fragwürdige Personalpraktiken innerhalb der politischen Partei.

Lohrs Mutter arbeitet seit zehn Jahren für die AfD-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz. Seine Schwester, die als Assistentin des hessischen AfD-Fraktionschefs Robert Lambrou tätig ist, übt ihren Posten seit sieben Jahren aus und soll "herausragende Leistungen" erbringen. Zudem trat Lohrs Stiefvater im Januar 2022 der AfD-Fraktion im Wiesbadener Rathaus bei.

Lambrou bestätigte, dass in der hessischen AfD-Fraktion neben Lohrs Schwester keine weiteren Angehörigen von Abgeordneten beschäftigt seien. Zwar gebe es keine expliziten Verbote für die Einstellung von Familienmitgliedern, doch müssten solche Personalentscheidungen rechtlich durch die Qualifikation der Bewerber gerechtfertigt sein. Lambrou betonte zudem, dass in seiner eigenen Familie niemand jemals für die AfD gearbeitet habe und es innerhalb der hessischen Fraktion keine wechselseitigen Begünstigungen gebe.

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Das Problem beschränkt sich jedoch nicht auf Lohrs Familie. Medien wie Der Spiegel und die Tagesschau berichteten bereits über Einzelfälle, etwa über die Lebenspartnerin von Alice Weidel oder andere politische Funktionäre mit familiären Verbindungen zu Parteimitgliedern. Bis Februar 2026 existiert jedoch keine umfassende öffentliche Übersicht, die das gesamte Ausmaß solcher Fälle quantifiziert – bekannt sind bislang nur wenige Einzelfälle.

Die politische Partei AfD steht seit Langem in der Kritik wegen ihrer Personalpolitik; der Fall Lohr verschärft die Diskussion nun weiter. Zwar betont die Partei, dass Einstellungen leistungsbasiert erfolgten, doch der Mangel an Transparenz bei familiären Verflechtungen sorgt weiterhin für Kritik. Bisher gibt es keine verbindlichen Richtlinien, die die Beschäftigung von Angehörigen in AfD-Fraktionen einschränken.