04 March 2026, 18:10

Samuel Kochs jahrelanger Kampf um Anerkennung als Arbeitsunfall nimmt überraschende Wende

Ein Plakat mit verstörenden Bildern eines Mannes und einer Frau, mit fetter Schrift: "Unfälle und So Zahlt Man Mit Einem Verunstalteten Leben."

Samuel Kochs jahrelanger Kampf um Anerkennung als Arbeitsunfall nimmt überraschende Wende

Samuel Koch, der bei einem TV-Stunt im Jahr 2010 schwere, sein Leben verändernde Verletzungen erlitt, kämpft weiterhin um finanzielle Unterstützung. Sein juristischer Kampf um die Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall hat nun eine neue Wendung genommen. Eine aktuelle Gerichtsentscheidung könnte seine Chancen auf Entschädigung deutlich verbessern.

2010, mit nur 23 Jahren, versuchte Koch einen gefährlichen Stunt in der beliebten ZDF-Sendung Wetten, dass..?. Der Sturz ließ ihn querschnittsgelähmt zurück – seither ist er auf Rund-um-die-Uhr-Pflege angewiesen. Seine monatlichen medizinischen Kosten belaufen sich auf fünfstellige Beträge, eine Last, die er seit über einem Jahrzehnt trägt.

Koch argumentiert seit Langem, dass seine Verletzungen als Arbeitsunfall anerkannt werden müssten, was ihm Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung geben würde. Dazu könnten ein Pflegegeld zwischen 462 und 1.838 Euro monatlich, Unterstützung für die häusliche Pflege oder sogar die vollständige Übernahme der Kosten für ein Pflegeheim gehören – Leistungen, die weit über das hinausgehen, was die normale Pflegeversicherung abdeckt. Sein Anwalt bezeichnete die jüngste Rückverweisung des Falls als Teilerfolg und zeigte sich optimistisch, dass die Anerkennung noch gelingen könnte.

Am 24. September 2025 verwies das Bundessozialgericht den Fall zur erneuten Verhandlung an eine untere Instanz zurück. Die vorsitzende Richterin deutete an, dass Kochs Status als Unternehmer es ihm ermöglichen könnte, unter den Regeln der Unfallversicherung als versicherte Person zu gelten. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.

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Anders als die reguläre Pflegeversicherung, die Patienten hohe Eigenanteile auferlegt, würde die Unfallversicherung den Großteil von Kochs Bedürfnissen abdecken. Doch welche konkreten Leistungen ihm zustehen würden – und ob sein Antrag überhaupt Erfolg hat – bleibt vorerst unklar.

Die Rückverweisung des Falls hält Kochs Hoffnung aufrecht und eröffnet ihm einen möglichen Weg zu finanzieller Entlastung. Sollte er erfolgreich sein, könnte er bessere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, ohne die hohen persönlichen Kosten tragen zu müssen, die ihn derzeit belasten. Die endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.