Albert Riera startet bei Eintracht Frankfurt mit harter Kritik von Ex-Spielern
Brunhilde JesselAlbert Riera startet bei Eintracht Frankfurt mit harter Kritik von Ex-Spielern
Albert Riera, der neu ernannte Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, sieht sich scharfer Kritik von den ehemaligen Spielern Max Kruse und Martin Harnik ausgesetzt. In ihrem Podcast Flatterball bezeichneten beide ihn als arrogant und selbstverliebt. Die Äußerungen fielen just zu dem Zeitpunkt, als Riera die Verantwortung beim Bundesligisten übernahm.
Rieras Trainerlaufbahn begann 2018, nachdem er seine aktive Karriere als Fußballspieler beendet hatte. Ein Jahr später erwarb er die UEFA-Pro-Lizenz und arbeitete als Assistenztrainer bei Galatasaray Istanbul, bevor er Olimpija Ljubljana und den NK Celje zu nationalen Erfolgen führte.
Sein Aufstieg als Trainer startete mit Assistenzrollen bei Galatasaray unter Fatih Terim und später unter Domènec Torrent. 2023 übernahm er Olimpija Ljubljana und holte mit dem Team das Double aus Meisterschaft und Pokal. Es folgte eine kurze, aber erfolgreiche Phase beim NK Celje, wo er einen weiteren Pokal gewann und die Mannschaft an die Spitze der slowenischen Liga führte.
Seine Zeit bei Girondins Bordeaux in der Saison 2023/24 war zwar kürzer, festigte aber seinen wachsenden Ruf. Dennoch wurden seine Pressekonferenzen als übertrieben theatralisch und inhaltlich wenig substanzreich kritisiert.
Kruse und Harnik ließen in Flatterball kein gutes Haar an Riera. Kruse gab offen zu, dass er Probleme hätte, unter dem Trainer zu spielen, und bezeichnete dessen Herangehensweise als zu sehr auf Show bedacht. Harnik ging noch weiter und erklärte, er wünsche Riera in Frankfurt keinen Erfolg. Er stellte dessen Stil dem professionellen Auftreten der früheren Trainer Oliver Glasner und Dino Toppmöller gegenüber, die er für ihre Ernsthaftigkeit lobte.
Nun steht Riera vor der Herausforderung, seine Kritiker bei Eintracht Frankfurt eines Besseren zu belehren. Seine bisherigen Erfolge in Slowenien und der Türkei sprechen für taktisches Geschick, doch sein öffentliches Image hat bereits für Diskussionen gesorgt. Wie er sich den Anforderungen der Bundesliga anpasst, wird entscheiden, ob die Kritik verhallt oder lauter wird.






