21 February 2026, 15:06

Louis Klamroths "Hart aber fair": Weniger Sendungen, mehr Online-Projekte als ARD-Kompromiss

Eine Konferenzszene mit Sitzenden, die einer Bühne zugewandt sind, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Besitzern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Louis Klamroths "Hart aber fair": Weniger Sendungen, mehr Online-Projekte als ARD-Kompromiss

Louis Klamroths Zeit als Moderator von "Hart aber fair" war bisher von Lob und Kritik geprägt. Die ARD-Talkshow, einst ein festes Format mit 30 Folgen pro Jahr, steht nun vor Kürzungen: 2025 werden es nur noch 20 Sendungen sein, ab 2026 sogar nur 15 jährlich. Trotz der Einschnitte hält der Sender weiter an ihm fest und bietet ihm als Ausgleich neue Online-Projekte an.

Sein polarisierender Moderationsstil hat Debatten ausgelöst, ob seine konfrontative Art der Sendung wirklich guttut.

Als Klamroth 2023 die Nachfolge von Frank Plasberg antrat, blieb die gewohnte Anzahl von 30 Folgen pro Jahr zunächst bestehen. Doch bereits 2025 reduzierte die ARD auf 20 Sendungen, und für 2026 und 2027 sind weitere Kürzungen geplant – dann nur noch 15 Folgen jährlich.

Kritiker werfen Klamroth vor, sein aggressives Moderationsverhalten schade dem Format. Dass er Gäste mitten im Satz unterbricht, obwohl die Sendung 75 Minuten Zeit hat, verärgert viele Zuschauer. Manche Folgen arteten in Chaos aus, wenn Gäste durcheinanderreden und er die Kontrolle verliert. Andere bemängeln, er gebe sich wie ein selbsternannter Ankläger, der komplexe Themen auf einfache Ja-oder-Nein-Fragen reduziert.

Doch es gab auch Höhepunkte. Besonders gut ankamen Sendungen mit scharfsinnigen Bürgern oder Berufstätigen statt der üblichen Politikerrunde. Diese Folgen, die über die klassischen Debatten hinausgingen, brachten frische Perspektiven.

Ein bemerkenswerter Eklat ereignete sich im September 2025, als Kanzleramtsminister Thorsten Frei eine von Klamroths anmaßenden Wortmeldungen während einer Diskussion über den Sozialstaat gelassen konterte – und dafür Lob für seine Souveränität erntete.

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Trotz der Kritik hat die ARD Klamroth nicht fallen lassen. Stattdessen erhielt seine Produktionsfirma Florida Factual Aufträge für zusätzliche Online-Formate – ein Trostpflaster für die geringere Folgenzahl. Beobachter vermuten, dass diese Entscheidung weniger auf uneingeschränktes Vertrauen in seinen Stil als vielmehr auf einen Mangel an Alternativen in der ARD-Bürokratie zurückzuführen ist.

Die Zukunft von "Hart aber fair" liegt nun in weniger Sendungen und einer stärkeren Digitalisierung. Klamroths konfrontative Art bleibt prägend – doch ob die Änderungen die verärgerten Zuschauer zurückgewinnen, bleibt abzuwarten.