10 February 2026, 00:50

One Billion Rising 2026: Wiesbadens Aufruf gegen Gewalt am Kranzplatz

Eine große Gruppe von Menschen nimmt an einer Protestdemonstration auf einer Straße in Washington, D.C. teil, wobei einige Schilder und Plakate halten und andere Fahrräder fahren, sowie Schilder, Bäume und einen klaren blauen Himmel im Hintergrund.

One Billion Rising 2026: Wiesbadens Aufruf gegen Gewalt am Kranzplatz

One Billion Rising: 2026 kehrt die Kampagne nach Wiesbaden zurück – mit einem erneuten Aufruf zu Solidarität und Handeln. Ursprünglich in der Nähe des Hauptbahnhofs geplant, findet die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen nun am Kranzplatz statt, da zeitgleich ein Fußballspiel in der Nähe stattfindet. Am 14. Februar kommen Teilnehmer:innen von 12:00 bis 14:00 Uhr zusammen, um zu tanzen, zu demonstrieren und unter dem Motto "Women on Fire – Ni Una Menos" über Gewaltprävention zu diskutieren.

Die globale One-Billion-Rising-Bewegung entstand 2012 auf Initiative der Schriftstellerin Eve Ensler und startete 2013 mit ersten koordinierten Aktionen. Seitdem hat sie sich in Tausenden Städten in 190 Ländern verbreitet. Jährlich am 14. Februar lenken Flashmobs und Proteste – oft begleitet von Liedern wie "Break the Chain" – die Aufmerksamkeit auf geschlechtsspezifische Gewalt. In Deutschland haben Städte wie Magdeburg, Bielefeld und Bamberg ähnliche Veranstaltungen ausgerichtet; allein in Magdeburg nahmen 2024 über 200 Menschen teil.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Wiesbaden wächst das lokale Engagement: Frauen, Männer, Sportgruppen und Solidaritätsnetzwerke schließen sich zusammen. Die Hymne der Kampagne verbindet Bewegung mit Dialog – Tanz wird hier mit Gesprächen über Empathie und strukturellen Wandel verknüpft. Immer mehr Behörden, darunter Gleichstellungsstellen und Stadträte, unterstützen die Demonstrationen, was die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Aktivist:innen und Institutionen zeigt.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht die erschreckende Statistik, dass weltweit jede dritte Frau Gewalt erlebt. Die Organisator:innen betonen, dass die Initiative allen Geschlechtern offensteht und durch kollektives Handeln patriarchale Strukturen infrage stellen will. Die Verlegung zum Kranzplatz sichert die Zugänglichkeit der Kundgebung und vermeidet Konflikte mit anderen öffentlichen Veranstaltungen.

Die Ausgabe 2026 von One Billion Rising Wiesbaden wird Teilnehmer:innen durch Performances und Gespräche verbinden. Mit dem neuen Standort bleibt der Fokus auf Sichtbarkeit und Teilhabe gewahrt. Die Kampagne wächst weiter – und vernetzt lokalen Aktivismus mit einer globalen Bewegung gegen Gewalt.