Wiesbadens Wahl zeigt: Ältere Wähler dominieren, Frauen bleiben unterrepräsentiert
Wiesbadens Wahl zeigt: Ältere Wähler dominieren, Frauen bleiben unterrepräsentiert
Am 15. März sind die Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, den Stadtrat, die Bezirksbeiräte sowie den Ausländerbeirat zu wählen. Die aktuellen Wählerdaten zeigen demografische Verschiebungen: Einige Altersgruppen wachsen, während andere leicht schrumpfen. Das Durchschnittsalter der Wahlberechtigten liegt bei 51 Jahren, doch zwischen Stadtteilen und Bevölkerungsgruppen gibt es deutliche Unterschiede.
Insgesamt dürfen 209.014 Einwohnerinnen und Einwohner mit deutscher oder EU-Staatsbürgerschaft an der Stadtrat- und Bezirkswahl teilnehmen – ein Rückgang um 0,8 Prozent seit 2021. Die stärkste Gruppe bilden dabei die 44- bis 59-Jährigen.
Während der Altersdurchschnitt der Wahlberechtigten bei 51 Jahren liegt, sticht Heßloch mit dem höchsten Wert von 58,1 Jahren hervor. Dagegen verzeichnen Westend und die Wiesbadener Innenstadt die jüngsten Wähler: Hier liegt das Durchschnittsalter bei 43,1 bzw. 44,6 Jahren. Frauen stellen 52 Prozent der Wahlberechtigten, doch unter den Kandidaten liegt ihr Anteil bei unter 40 Prozent.
Für den Ausländerbeirat sind 64.410 Nicht-EU-Bürgerinnen und -bürger wahlberechtigt. Ihr Durchschnittsalter beträgt 44,8 Jahre, und ihre Zahl ist seit der letzten Wahl um 17,3 Prozent gestiegen – ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zum leichten Rückgang anderer Wählergruppen.
Die anstehende Wahl spiegelt den demografischen Wandel in Wiesbaden wider: von einer wachsenden Gruppe ausländischer Wahlberechtigter bis hin zu einer alternden Kernwählerschaft. Zwar stellen Frauen mehr als die Hälfte der Wähler, doch unter den Kandidaten sind es weniger als zwei von fünf – eine weiterhin bestehende Repräsentationslücke. Die Ergebnisse werden die politische Ausrichtung der Stadt für die kommende Legislaturperiode prägen.
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