11 February 2026, 00:49

Bahnhof Kastel bleibt bis 2027 ohne Aufzüge – Pendler leiden unter mangelnder Barrierefreiheit

Eine U-Bahn-Station mit Menschen, die gehen, Säulen, Deckenleuchten und einem wartenden Zug auf dem rechten Gleis.

Bahnhof Kastel bleibt bis 2027 ohne Aufzüge – Pendler leiden unter mangelnder Barrierefreiheit

Bahnhof Kastel, Wiesbadens zweitwichtigster Verkehrsknotenpunkt, bleibt für viele Fahrgäste trotz jahrelanger Versprechungen auf Verbesserungen unzugänglich. Ursprünglich sollte der Einbau der dringend benötigten Aufzüge bis Ende 2023 abgeschlossen sein – nun wurde die Fertigstellung auf 2027 verschoben, möglicherweise sogar noch später.

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Die Station wird täglich von rund 9.000 Pendlerinnen und Pendlern im Rhein-Main-Gebiet genutzt. Doch Rollstuhlfahrer:innen, Eltern mit Kinderwagen und Reisende mit schwerem Gepäck haben weiterhin mit fehlenden Aufzügen zu kämpfen. Die Deutsche Bahn begründet die Verzögerungen vor allem mit begrenzten Zeitfenstern für Gleissperrungen.

Zwar gab es einige Fortschritte – etwa die Installation von Bodenleitsystemen für Sehbehinderte und die Sanierung von Treppen –, doch das Kernproblem bleibt bestehen. Die Stadt Wiesbaden fordert seit Langem verbindliche Zeitpläne und klare Zusagen, nicht nur für Kastel, sondern auch für andere stockende Projekte wie Igstadt und Wallau.

Andreas Kowol, Wiesbadens Verkehrsdezernent, übt offene Kritik an den anhaltenden Rückschlägen. Die Deutsche Bahn deutet nun an, dass der Aufzug am Hausbahnsteig möglicherweise 2026 fertig wird – für den Mittelbahnsteig gibt es jedoch weiterhin keine konkreten Pläne. Die Stadt rechnet damit, dass die vollständige Barrierefreiheit erst gegen Ende des Jahrzehnts erreicht sein könnte.

Die wiederholten Verzögerungen sorgen bei Anwohner:innen und Verantwortlichen für wachsende Frustration. Ohne verbindliche Termine werden tausende Fahrgäste weiterhin auf Barrieren am Bahnhof Kastel stoßen. Die Stadt besteht auf Taten statt auf immer neuen Fristverschiebungen.