06 March 2026, 10:29

Vincorion plant Börsengang 2025 – und profitiert vom Rüstungsboom in Deutschland

Ein großes Passagierflugzeug auf einem Flughafenvorfeld umgeben von anderen Flugzeugen, Fahrzeugen und Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel.

Waffenzulieferer Vincorion strebt an die Börse - Vincorion plant Börsengang 2025 – und profitiert vom Rüstungsboom in Deutschland

Deutscher Rüstungzulieferer Vincorion plant Börsengang in Frankfurt für Anfang 2025

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Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen kräftiges Wachstum verzeichnet: Im vergangenen Jahr erzielte Vincorion einen Umsatz von 240 Millionen Euro bei einem Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro. Besonders gefragt sind seine Produkte – darunter Komponenten für Luftabwehrsysteme und Flugzeuge – angesichts steigender Militärausgaben weltweit.

Vincorion ist spezialisiert auf Generatoren, Mechatronik und Energielösungen für sowohl den Verteidigungs- als auch den zivilen Markt. Seine Technologien kommen unter anderem in den Luftabwehrplattformen Patriot und IRIS-T zum Einsatz sowie in Heizelementen für Airbus-Flugzeuge. Das in Wedel ansässige Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter an drei deutschen Standorten.

Bis 2022 gehörte Vincorion zum Jenoptik-Konzern, bevor es von einer britischen Private-Equity-Gesellschaft übernommen wurde. Seither verzeichnet das Unternehmen eine rasante Expansion mit einer prognostizierten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 22 Prozent zwischen 2023 und 2025. Unternehmenschef Kajetan von Mentzingen bezeichnete den anstehenden Börsengang als "wichtigen Meilenstein" in der Entwicklung des Unternehmens.

Seit Russlands Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 erlebt Deutschlands Rüstungsindustrie einen Aufschwung. Die Militärausgaben stiegen 2025 um 23 Prozent – ein deutlich stärkerer Anstieg als die üblichen 9 Prozent zu Beginn früherer Konflikte. Der Bundeshaushalt 2026 sieht 108 Milliarden Euro für Verteidigung und Rüstungsproduktion vor, die größte Aufrüstungsinitiative Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg. Diese Investitionen befeuern die Nachfrage nach heimischen Zulieferern wie Vincorion, da NATO-Mitglieder die Modernisierung ihrer Streitkräfte vorantreiben.

Der Börsengang markiert den nächsten Schritt in Vincorions rasanter Wachstumsphase. Mit einem wachsenden Auftragsbuch und steigenden Verteidigungsetats ist das Unternehmen gut positioniert, um von Deutschlands militärischer Aufrüstung zu profitieren. Die Notierung an der Börse dürfte seine Rolle in der europäischen Rüstungsindustrie weiter stärken.

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