Hazel Brugger will Deutschlands Eurovision-Fluch mit Humor brechen
Carina KrauseHazel Brugger: Deutschland ist gut darin, pessimistisch über den ESC zu sein - Hazel Brugger will Deutschlands Eurovision-Fluch mit Humor brechen
Hazel Brugger präsentiert Deutschlands Eurovision-Vorentscheid am Samstag
Die Schweizer Komikerin Hazel Brugger wird am kommenden Samstag die deutsche Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest moderieren. Gemeinsam mit Barbara Schöneberger will sie dem seit Jahren schwächelnden deutschen Beitrag neuen Schwung und eine optimistischere Note verleihen. Das Duo hofft, die Stimmung zu verbessern – nach einer langen Serie enttäuschender Ergebnisse für Deutschland beim größten Musikwettbewerb Europas.
Brugger findet es ironisch, nun die deutsche Vorausscheidung zu moderieren, nachdem sie zuvor bereits das Eurovision-Finale in Basel präsentiert hatte. Mit Humor nimmt sie die Wendung auf die Schippe, bleibt aber entschlossen, die Vorfreude auf den diesjährigen Wettbewerb zu steigern.
Deutschlands Eurovision-Bilanz der letzten Jahre ist ernüchternd: Zwischen 2021 und 2024 landeten die deutschen Beiträge durchgehend auf den hinteren Plätzen – im Schnitt auf Rang 22. Jendriks Song I Don't Feel Hate erreichte 2021 in Rotterdam nur Platz 25, und JJ scheiterte mit Wunder im vergangenen Jahr in Basel sogar als Letzter. Währenddessen dominieren Länder wie Schweden, die Ukraine und Italien regelmäßig die Spitzenplätze – selbst kleinere Nationen wie die Niederlande oder Österreich schnitten in den letzten Jahren deutlich besser ab als Deutschland.
Brugger kritisiert die deutsche Tendenz, den Wettbewerb mit einer fast schon resignativen Haltung anzugehen. Als Gegenbeispiel verweist sie auf Lena Meyer-Landruts Sieg 2010, der zeigte, dass eine lockere, selbstbewusste Herangehensweise erfolgreicher ist als übertriebene Planung. Die Komikerin warnt davor, sich in Strategien zu verlieren – oft entstünden die besten Auftritte spontan und ohne übermäßiges Grübeln.
Am Samstag geht die Vorentscheidung mit Brugger und Schöneberger an den Start. Ihr Ziel: Deutschlands Serie schlechter Platzierungen durchbrechen – indem sie eine positivere Grundstimmung schaffen. Ob der Stimmungswandel auch zu besseren Ergebnissen führt, wird sich beim diesjährigen Eurovision zeigen.






