Chako Habekosts scharfe Satire: Warum wir über den 'alten weißen Mann' noch lachen dürfen
Carina KrauseHabekost geht auf Tour - Grenzgänger zwischen Witz und Woke - Chako Habekosts scharfe Satire: Warum wir über den 'alten weißen Mann' noch lachen dürfen
Komiker Chako Habekost tourt mit neuem Programm – und nimmt moderne Kulturdebatten aufs Korn
Der Stand-up-Comedian Chako Habekost ist mit einem neuen Programm auf Tour, das sich scharfzüngig mit aktuellen kulturellen Konflikten auseinandersetzt. Themen wie 'alte weiße Männer', gendersensible Sprache oder kulturelle Aneignung stehen im Mittelpunkt – stets verpackt in beißenden Spott. Die Tournee, die noch bis Ende 2026 läuft, führt ihn durch Rheinland-Pfalz, das Saarland und möglicherweise auch nach Baden-Württemberg.
In seinen Auftritten lotet Habekost die schmalen Grat zwischen Satire und politischer Brisanz aus. Was früher als übertriebene Komik durchging, werde heute schnell als ernst gemeinte Kritik missverstanden, sagt er. Diese Entwicklung mache es zunehmend schwieriger, über etwas zu lachen, ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen.
Der Komiker dreht Klischees um und verwandelt den 'alten weißen Mann' in eine selbstironische Figur – einen 'weisen alten Mann', der über seine eigenen Macken lacht. Diese Rolle verkörpert eine typisch pfälzische Gelassenheit: 'Was sein soll, wird sein. Und wenn's nicht klappt, dann geht's halt anders.' Habekost betont, dass nicht allein 'alte weiße Männer' das Problem seien – viele Gruppen trugen zu gesellschaftlichen Spaltungen bei.
Bisher machte die Tour Station in Worms (Das Wormser, 25. Januar 2026), es folgen Auftritte in Mainz (Frankfurter Hof, 5. März 2026) und Neunkirchen (20. November 2026). Geplant sind zudem Termine in Wiesloch und Alzey, während Termine in Baden-Württemberg noch nicht feststehen.
Habekost ist überzeugt: Komik sollte es erlauben, über alles zu lachen. Doch die wachsende Empfindsamkeit verwandle Witze zunehmend in Schlachtfelder, warnt er.
Bis Ende 2026 bringt die Tournee seine Sicht auf kulturelle Reibungspunkte in zahlreiche Städte. Mit einer Mischung aus Humor und Gesellschaftskritik will er zum Nachdenken anregen – ohne die Fähigkeit zu verlieren, darüber zu lachen. Das Publikum wird entscheiden, ob sein Ansatz Brücken baut oder nur Öl ins Feuer gießt.






