05 April 2026, 00:54

Merz' EU-ETS-Reformpläne erschüttern Märkte – Bitcoin hält sich knapp über 67.000 Dollar

Ein detaillierter alter Stadtplan von München, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und umliegende Gebiete mit präzisen Details und klassischer Schrift zeigt.

Merz' EU-ETS-Reformpläne erschüttern Märkte – Bitcoin hält sich knapp über 67.000 Dollar

Die Finanzmärkte erlebten diese Woche neue Turbulenzen, da politische und wirtschaftliche Spannungen das Anlegervertrauen belasteten. Bundeskanzler Friedrich Merz' forderter Ruf nach einer grundlegenden Reform des EU-Emissionshandels (EU-ETS) löste Schockwellen in Energie- und Industrieaktien aus, während die Kryptomärkte unter Druck blieben und Bitcoin sich knapp über 67.000 US-Dollar hielt. Gleichzeitig rückte die Münchner Sicherheitskonferenz transatlantische Spannungen in den Fokus, wo Merz vor einem "tiefen Graben" zwischen Europa und den USA warnte.

Die heftigste Reaktion zeigte sich an den CO₂-Märkten, wo der Preis für Emissionszertifikate um etwa 7 % auf 71 Euro pro Tonne einbrach. Merz' Forderung nach einer verzögerten und reformierten Umsetzung des EU-ETS löste die Verkaufswelle aus, obwohl weder die EU-Kommission noch die Europäische Zentralbank öffentlich Stellung bezogen. Die Unsicherheit traf auch Heidelberg Materials hart: Die Aktie des Konzerns verlor rund 10 %, da Anleger zukünftige regulatorische Belastungen fürchteten.

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Im Gegensatz dazu stieg die Deutsche Telekom um über 6 % und diente vorsichtigen Investoren als sicherer Hafen – trotz gemischter Quartalszahlen der US-Tochter T-Mobile. Diese Gegenbewegung unterstrich die gespaltene Marktstimmung: Während einige Sektoren Schutz suchten, verzeichneten andere schwere Verluste.

Auf der anderen Seite des Atlantiks fielen die US-Inflationsdaten für Januar mit 2,4 % (Kernrate: 2,5 %) etwas niedriger als erwartet aus. Dennoch dämpften Händler die Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen und rechneten stattdessen mit einer allmählichen Lockerung. Der angeschlagene Kryptomarkt spiegelte die allgemeine Risikoaversion wider: Bitcoin notierte weiterhin nahe 67.000 US-Dollar, und der "Fear & Greed Index" verblieb im Bereich "extreme Angst".

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz betonte Merz in seiner Rede die wachsende Kluft zwischen Europa und den USA und sprach von einer "neuen globalen Unordnung". Seine harte Haltung in der Energiepolitik gegenüber Russland fand Zustimmung beim US-NATO-Botschafter Matthew Whitaker, der die steigende Bedeutung von Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur hervorhob.

Die Ereignisse der Woche hinterließen die Märkte in unsicherem Fahrwasser: CO₂-Preise und Industriewerte trugen die Hauptlast der politischen Unsicherheit. Die Gewinne der Deutschen Telekom konnten den breiten Rückzug aus Risikoanlagen kaum ausgleichen, während Merz' Warnungen in München auf tiefere geopolitische Spannungen hindeuteten. Angesichts hartnäckiger Inflation und fragiler Krypto-Stimmung müssen Anleger nun länger auf klare Signale warten.

AKTUALISIERUNG

CO2 Prices Hit 2025 Low Amid Merz's EU Reform Push

The EU carbon market remains volatile after Chancellor Merz's reform proposal. New data shows:

  • CO2 certificate prices fell to 71 EUR/tonne, the lowest since August 2025.
  • Analysts warn of prolonged uncertainty: "Volatility is back, driven by political unpredictability."
  • Energy providers face renewed scrutiny as investors await policy clarity.