Hanau sichert Ganztagsbetreuung für alle Grundschulkinder bis 2026
Carina KrauseHanau sichert Ganztagsbetreuung für alle Grundschulkinder bis 2026
Berlin bereitet sich auf den bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder vor, der zum Schuljahr 2026/27 in Kraft treten soll. Die Stadt hat nun Verträge für die Nachmittagsbetreuung an allen 16 städtischen Grundschulen vergeben. Verantwortliche betonen, dass ausreichende Finanzmittel entscheidend für das Gelingen der Ausweitung sind.
Stadtrat und alle 16 Schulleitungen haben drei unabhängige Träger mit der Durchführung der Betreuung beauftragt. Die Arbeiter-Samariter-Bund e. V. übernimmt die Betreuung an acht Schulen, Kaleidoskop e. V. an fünf und die Kathinka-Platzhoff-Stiftung an drei Standorten. Die Verträge gelten zunächst bis zum Schuljahr 2029/30, mit der Option einer Verlängerung um bis zu acht Jahre.
Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri unterstreicht die Dimension der bevorstehenden Aufgabe. Die Umsetzung sei eine "große organisatorische und finanzielle Herausforderung" für die Kommune, so Bieri. Um den Bedarf zu decken, fordert die Stadt eine vollständige Bundesförderung im Rahmen des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG) sowie zusätzliche Unterstützung vom Land Hessen.
Das neue Betreuungsangebot soll Familien die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Durch verlässliche Ganztagsbetreuung erhalten Eltern mehr Spielraum bei der Gestaltung ihres Alltags.
Die Verträge für die Nachmittagsbetreuung in Hanau sind nun unter Dach und Fach – alle städtischen Grundschulen sind abgedeckt. Doch die Stadt pocht weiter auf sichere Finanzzusagen von Bund und Land. Ohne ausreichende Mittel könnte der langfristige Erfolg des Programms gefährdet sein.






