03 March 2026, 14:09

Junge Kostheimerinnen setzen mit "Dunklem Spaziergang" Licht ins Dunkel

Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, Laternen, Bäumen und Schildern mit Text.

Junge Kostheimerinnen setzen mit "Dunklem Spaziergang" Licht ins Dunkel

Eine Gruppe junger Frauen aus Kostheim hat Eigeninitiative ergriffen, um die Sicherheit in ihrem Stadtteil zu verbessern. Sie organisierten einen sogenannten "Dunkeln-Spaziergang", um schlecht beleuchtete Bereiche aufzuzeigen, in denen sie sich unsicher fühlten. Die Aktion unter dem Titel "Meine Stadt, meine Gefühle" hat bereits erste sichtbare Veränderungen bewirkt: Zwischen dem Hallenbad und der Sporthalle wurde eine neue Beleuchtung installiert.

Dr. Patricia Becher, Leiterin des städtischen Sozialdezernats, betonte, wie wichtig es ist, die Perspektiven junger Frauen in die Stadtplanung einzubeziehen. Ihre Anregungen fließen nun in Entscheidungen über öffentliche Räume in Kostheim ein.

Angeführt wurde der Spaziergang von Teilnehmerinnen des Jugendpavillons Krautgärten und des Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrums Reduit. Während sie nachts durch Kostheim gingen, markierten die jungen Frauen Orte mit unzureichender Beleuchtung oder unklaren Wegverläufen. Ihre Beobachtungen wurden in einer Liste mit Handlungsempfehlungen für die Stadtverwaltung zusammengefasst.

Ein erstes direktes Ergebnis war die Installation einer besseren Beleuchtung zwischen dem Hallenbad und der Sporthalle. Die Arbeiten führte mattiaqua durch, der kommunale Dienstleister der Stadt. Weitere im Rahmen des Spaziergangs identifizierte Problemstellen werden derzeit von den zuständigen Fachämtern geprüft.

Obwohl noch keine Details zu konkreten Maßnahmen über die Beleuchtung hinaus bekannt gegeben wurden, gilt das Projekt bereits als Vorbild für geschlechtersensible Stadtplanung. Es zeigt, wie gelebte Erfahrungen direkt kommunalpolitisches Handeln beeinflussen können.

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Bisher liegen keine weiteren öffentlichen Informationen zu den Ergebnissen des Spaziergangs oder zusätzlichen geplanten Verbesserungen vor.

Die Kostheimer Initiative macht deutlich, wie die Anliegen junger Menschen zu greifbaren Veränderungen führen können. Die neue Beleuchtung ist ein erster Schritt, um die im Rahmen der Aktion aufgezeigten Sicherheitsmängel zu beheben. Die Stadtverwaltung prüft weiterhin die weiteren von den Teilnehmerinnen benannten Orte.