15 April 2026, 00:34

Gastronomie protestiert gegen geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 19 Prozent

Ein Restaurantinnenraum mit Holztischen und -stühlen in der Nähe eines großen Fensters, das auf eine Berliner Straße mit Fußgängern, Gebäuden und Straßenelementen blickt.

Gastronomie protestiert gegen geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 19 Prozent

Geplante Steuererhöhung auf Restaurantbesuche löst bundesweite Proteste aus

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In ganz Deutschland formiert sich Widerstand gegen die geplante Anhebung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie. Besonders engagiert zeigen sich Unternehmen in Rödermark, die warnen, dass die Erhöhung von 7 auf 19 Prozent die lokale Gastronomiebranche existenzbedrohend treffen könnte. Die Kampagne findet dabei Rückhalt bei Branchenvertretern und kommunalen Verantwortlichen.

Ab Januar 2024 soll der Steuersatz für Speisen in Restaurants, Cafés und Pensionen von 7 auf 19 Prozent steigen. Diese geplante Änderung hat eine Welle von Protestschreiben ausgelöst. Die Gastronomieszene in Rödermark hat sich unter dem Motto "Keine Rückkehr zum höheren Steuersatz" zusammengeschlossen. Gastwirte und Hoteliers fordern die Bundesregierung auf, den 2020 eingeführten ermäßigten Satz beizubehalten – mit dem Argument, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage eine Erhöhung unmöglich mache.

Bürgermeister Jörg Rotter und Till Andrießen, Leiter des städtischen Wirtschaftsreferats, unterstützen die Initiative. In einem offiziellen Schreiben skizzieren sie die Risiken: sinkende Besucherzahlen, finanzielle Instabilität und eine Welle von Insolvenzen. Zudem warnen sie vor steigenden Leerständen in den Innenstädten und einem generellen Verlust an Lebensqualität.

In dem Protestbrief werden Restaurants und Cafés als unverzichtbare soziale Treffpunkte bezeichnet – als "öffentliche Wohnzimmer" der Gemeinschaft. Eine Kostenerhöhung in der aktuellen Krise sei kurzsichtig, heißt es darin mit Verweis auf die anhaltenden Schwierigkeiten der Branche. Kopien des Schreibens gehen an die hessische Landesregierung und Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).

Die Steuererhöhung würde, falls umgesetzt, eine Rückkehr zu den Sätzen vor 2020 bedeuten. Unternehmergeist und Kommunalpolitiker betonen, dass höhere Belastungen zu Schließungen führen und die Innenstädte ausbluten lassen könnten. Ob die Proteste Erfolg haben, hängt nun davon ab, ob die Politik die geplante Anhebung noch einmal überdenkt.

Quelle