Bistum Fulda verliert 2025 erneut tausende katholische Mitglieder
Das Bistum Fulda verzeichnet für das Jahr 2025 einen weiteren Rückgang seiner katholischen Bevölkerung. Bis Ende des Jahres sank die Zahl der registrierten Katholiken auf 317.416 – ein Minus von 9.417 im Vergleich zu 2024. Dieser Trend spiegelt einen landesweiten Mitgliederschwund in der Kirche wider, auch wenn die Zahl der formalen Austritte leicht zurückgegangen ist.
Im Bistum Fulda verließen 2025 weniger Menschen die Kirche: Die Austrittszahlen sanken von 5.345 im Vorjahr auf 4.975. Dennoch verzeichnete das Bistum einen Nettoverlust an Mitgliedern, der auch auf demografische Verschiebungen zurückzuführen ist. Auch die Zahl der von der Kirche registrierten Todesfälle nahm ab: 2025 gab es 3.475 Beerdigungen, gegenüber 3.654 im Jahr 2024.
Die Zahl der Taufen ging weiter zurück und lag bei 1.481 (2024: 1.658). Ebenfalls rückläufig war die Anzahl der Kinder, die die Erste Heilige Kommunion empfingen: 2.218 im Vergleich zu 2.263 im Vorjahr. Auch kirchliche Trauungen wurden seltener: 346 Paare heirateten 2025 in der Kirche, 2024 waren es noch 411.
Trotz dieser Rückgänge gab es in einigen Bereichen Zuwächse. Die Zahl der Firmungen stieg deutlich an: 1.801 junge Menschen empfingen das Sakrament – 290 mehr als 2024. Zudem begrüßte das Bistum 57 neue Mitglieder (Vorjahr: 45). Die Wiederaufnahmen in die Kirche gingen jedoch leicht zurück, von 74 auf 67.
Die Teilnahme an den sonntäglichen Gottesdiensten blieb niedrig, aber stabil: Sie sank minimal von 8,9 Prozent im Jahr 2024 auf 8,8 Prozent 2025.
Die Zahlen des Bistums Fulda entsprechen den Entwicklungen in anderen deutschen Diözesen wie Aachen, wo die Mitgliedszahlen 2024 ebenfalls zurückgingen. Zwar verlassen weniger Menschen formal die Kirche, doch die katholische Bevölkerung schrumpft insgesamt weiter. Der Bericht des Bistums unterstreicht die anhaltenden Veränderungen in der religiösen Praxis und der demografischen Struktur der Region.






