Wiesbaden Supermarkt führt "Stille Stunde" ein
Wiesbadener Supermarkt führt „Stille Stunde“ ein
Teaser: Der Globus-Markt in Wiesbaden-Nordenstadt beteiligt sich an der „Stillen Stunde“. Damit wird das Angebot für reizararmes Einkaufen erstmals auf einen Stadtteil ausgeweitet.
27. November 2025, 12:22 Uhr
Wiesbaden ist die erste deutsche Stadt, die flächendeckend eine „Stille Stunde“ für Einkaufende eingeführt hat. Die im Juli 2025 gestartete Initiative soll ein ruhigeres und barriereärmeres Einkaufserlebnis für Menschen mit sensorischen Überempfindlichkeiten schaffen. Bereits über 30 Geschäfte in der Innenstadt nehmen teil – nun schließt sich mit dem Globus-Markt in Nordenstadt erstmals ein großer Supermarkt außerhalb des Stadtzentrums an.
Die „Stille Stunde“ findet jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr statt. In dieser Zeit passen die teilnehmenden Läden ihre Umgebung an, um Reizüberflutungen zu reduzieren: Das Licht wird gedimmt, Hintergrundmusik abgeschaltet und Durchsagen über Lautsprecher unterbleiben. Zudem gibt es zusätzliche Sitzgelegenheiten, eine ausgewiesene Ruhezone und eine entspanntere Kassenbereich-Atmosphäre.
Entwickelt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Initiative gemeinsam zusammen e.V. und dem Land Hessen. Ziel ist es, Menschen mit Autismus, Angststörungen oder sensorischen Überempfindlichkeiten zu unterstützen. Durch die Reduzierung von Reizen trägt die Initiative zu einem inklusiveren Einkaufserlebnis für alle Kundinnen und Kunden bei. Der Globus-Markt in Nordenstadt ist der jüngste Teilnehmer – und der erste große Selbstbedienungs-Supermarkt außerhalb der Wiesbadener Innenstadt. Seine Beteiligung erweitert die Reichweite der Initiative über das Stadtzentrum hinaus und macht das Angebot einer breiteren Kundschaft zugänglich.
Die „Stille Stunde“ ist mittlerweile in über 30 Geschäften in ganz Wiesbaden verfügbar, darunter auch die Globus-Filiale in Nordenstadt. Die Initiative sorgt für eine entspanntere Einkaufsatmosphäre für alle, die sie benötigen. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Modell andere Städte dazu ermutigt, dem Wiesbadener Beispiel zu folgen.