Wiesbaden fordert Nachbesserungen beim Regionalplan Südhessen – Kritik an Eingriffen in kommunale Rechte
Wiesbaden fordert Nachbesserungen beim Regionalplan Südhessen – Kritik an Eingriffen in kommunale Rechte
Stellungnahme der Landeshauptstadt Wiesbaden zum beschlossenen Regionalplan
Offizielle Stellungnahme Wiesbadens zum Regionalplan Südhessen – Forderungen nach Nachbesserungen
- Dezember 2025, 14:31 Uhr
Schlagwörter: Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik, Aktuelles
Wiesbaden hat offiziell zum ersten Entwurf des Regionalplans Südhessen Stellung genommen. Die Stadtverwaltung kritisiert, dass der Plan zu stark in kommunale Planungskompetenzen Wiesbadens eingreift, und fordert umfassende Überarbeitungen vor der nächsten öffentlichen Anhörung. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende lobte zwar die politische Debatte, bestand jedoch auf Änderungen zum Schutz der städtischen Interessen.
Der Stadtrat bemängelt, dass der aktuelle Entwurf zu detaillierte Vorgaben für kleinere Grundstücke enthält. Nach Auffassung der Stadt sollte die Regionalplanung sich auf großräumige Strukturfragen beschränken und lokale Entscheidungen den Kommunen Wiesbadens überlassen. Ein zentraler Kritikpunkt ist das Fehlen ausgewiesener Gewerbegebiete, was aus Sicht Wiesbadens die wirtschaftliche Entwicklung einschränkt.
Die Position der Stadt bildet die Grundlage für weitere Verhandlungen vor der zweiten Bürgerbeteiligung. Sollten die geforderten Anpassungen ausbleiben, könnte Wiesbaden weiterhin die Reichweite des Plans und dessen Auswirkungen auf die lokale Entwicklung infrage stellen. Das Ergebnis wird entscheiden, wie viel Gestaltungsmacht die Stadt künftig über eigene Bauleitplanung und Infrastrukturprojekte Wiesbadens behält.
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