Wie Supermärkte mit Ladesäulen bis zu 255 % mehr Gewinn machen könnten
Klaas LübsWie Supermärkte mit Ladesäulen bis zu 255 % mehr Gewinn machen könnten
Eine neue Forschungsstudie zeigt, dass geteilte Nutzungsmodelle und digitale Vermittlungsplattformen die Gewinne von Ladestationen auf Supermarkt-Parkplätzen um bis zu 255 % steigern könnten. Die Untersuchung unterstreicht zudem, wie DC-gekoppelte Batteriespeicher die Kosten senken und die Machbarkeit grüner Energiesysteme verbessern können. Experten warnen jedoch, dass selbst erneuerbare Speicherlösungen unter bestimmten Bedingungen lokale Netzbelastungen verursachen können.
Laut der Studie sinken die Investitionskosten, wenn Batterien direkt auf der Gleichstromseite (DC) der Wechselrichter angeschlossen werden – im Vergleich zu AC-gekoppelten Systemen. Dieser Ansatz könnte Geschäftsmodelle für grüne Stromspeicher attraktiver machen, insbesondere in Kombination mit handelbaren Vermögenswerten auf dem Intraday-Markt. Dass solche Strategien profitabel sein können, hat das Unternehmen Energy2Markets bereits unter Beweis gestellt.
Der Verteilnetzbetreiber Edis strebt an, durch spezifische Betriebsvorgaben für Speichersysteme ein netzneutrales Verhalten zu gewährleisten. Unklar bleibt jedoch, welche technischen oder regulatorischen Anforderungen für reine Solarstromspeicher gelten. Während die Nachrüstung von Speichern in bestehenden Photovoltaikanlagen Berichten zufolge unkompliziert ist – vorausgesetzt, die Einspeiseleistung bleibt gleich –, sind großflächige Anwendungen in Mittel- und Hochspannungsnetzen bisher selten, vor allem aus wirtschaftlichen Gründen.
Kunden stehen derzeit vor der Wahl: Sie müssen entweder Betriebsbeschränkungen akzeptieren oder auf Netzerweiterungen warten. Selbst grüne Speichersysteme benötigen Genehmigungen der Netzbetreiber, was die Umsetzung zusätzlich verkompliziert.
Die Ergebnisse deuten auf erhebliches Gewinnpotenzial für Lade-Hubs auf Supermarkt-Parkplätzen hin – durch geteilte Modelle und DC-gekoppelte Speicher. Dennoch bleiben regulatorische Hürden und Kapazitätsengpässe im Netz eine Herausforderung, insbesondere bei größeren Anlagen. Mit der Weiterentwicklung von Handelsstrategien und kostensparenden Technologien könnte sich die Wirtschaftlichkeit solcher Systeme jedoch weiter verbessern.






