Warum Lidl und Aldi plötzlich keine Osterhasen mehr nennen – oder doch?
Carina KrauseWarum Lidl und Aldi plötzlich keine Osterhasen mehr nennen – oder doch?
Eine aktuelle Debatte entbrannt ist über die Bezeichnung von Schoko-Osterhasen in Supermarkt-Prospekten. Lidl Deutschland und Österreich haben klargestellt, dass sie niemals beabsichtigt hätten, Bezüge zu Ostern zu entfernen oder traditionelle Hasen zu verbieten. Ausgelöst wurde die Diskussion, nachdem ein Lidl-Flyer einen "sitzenden Hasen mit Schleife" statt eines "Osterhasen" beworben hatte.
Der Streit begann, als Kunden in Werbematerialien von Lidl Formulierungen wie "sitzender Hase" anstelle von "Osterhase" entdeckten. Lidl Deutschland bestätigte, dass solche Namensvarianten seit Jahren gängige Praxis seien. Das Unternehmen erklärte, verschiedene Marken würden häufig alternative Bezeichnungen nutzen, darunter "lustige Hasen", "Goldhasen" oder schlicht "Hohlfiguren".
Auch Lidl Österreich reagierte auf die Kritik. Der Händler betonte, dass in seinen Prospekten nach wie vor Begriffe wie "Schoko-Hasen" und "Osterhasen" neben anderen Beschreibungen zu finden seien. Die Verwendung unterschiedlicher Namen diene dazu, zwischen den Produkten klarer zu unterscheiden.
Andere Händler verfolgen ähnliche Praktiken. Aldi Deutschland verkauft beispielsweise "sitzende Hasen" in seinen Filialen. Beide Lidl-Niederlassungen unterstrichen, dass ihre Namenswahl keinesfalls den Versuch darstelle, Ostertraditionen herunterzuspielen.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob diese Bezeichnungen eine Abkehr von Ostern signalisieren. Lidl Österreich wies jedoch ausdrücklich jeden Vorwurf zurück, Ostern oder seine Symbole abschaffen zu wollen. Das Unternehmen betonte, die Namen spiegelten lediglich Marketing- und Produktdifferenzierungsstrategien wider.
Die Diskussion zeigt, wie Händler während der Osterzeit verschiedene Bezeichnungen für Schokoladenfiguren verwenden. Lidl und Aldi haben deutlich gemacht, dass ihre Namenskonventionen traditionelle Begriffe nicht ersetzen sollen. Im Fokus stehe vielmehr die Produktvielfalt – und nicht etwa eine Veränderung der kulturellen Anerkennung des Feiertags.






