Warum „Dinner for One“ seit Jahrzehnten unser Silvester prägt
Warum „Dinner for One“ seit Jahrzehnten unser Silvester prägt
Jedes Jahr an Silvester versammeln sich Millionen in Deutschland und Österreich vor den Bildschirmen, um Dinner for One zu schauen – eine kurze Komödie, die längst zum festen Festtagsritual geworden ist. Die nur 18 Minuten lange Szene, 1934 in London uraufgeführt, zeigt eine ältere Dame, die ihren 90. Geburtstag mit einem opulenten Mahl feiert – begleitet einzig von den Geistern ihrer verstorbenen Gäste und einem zunehmend betrunkenen Butler.
Im Mittelpunkt steht Miss Sophie, eine wohlhabende Engländerin, die in einem prunkvollen Salon um die Jahrhundertwende ein Geburtstagsdinner ausrichtet. Ihre vier engsten Freunde, längst verstorben, werden vom Butler James verkörpert. Zwischen dem Servieren der Gänge und dem Imitieren jedes Gastes prostet er mit jedem neuen Gericht ihrem Andenken zu. Das Ritual folgt einer peniblen Etikette: Zu jedem Gang gehört ein bestimmtes Getränk, ein Spiegelbild der starren Klassen- und Kolonialtraditionen der britischen Oberschicht.
Die Komik entsteht, als James, gezwungen bei jedem Toast mitzutrinken, zunehmend betrunkener wird. Sein Torkeln, Lallen und die verzweifelten Versuche, die Fassung zu wahren, stehen im Kontrast zu Miss Sophies unerschütterlicher Eleganz. Ihre Beziehung, geprägt von der strengen Hierarchie zwischen Herrin und Diener, offenbart zugleich jahrelange eingespielte Teamarbeit und stille Vertrautheit. Hinter dem Humor verbirgt sich jedoch ein düsterer Unterton: die Einsamkeit des Alters und der Niedergang einer Gesellschaftsordnung, in der die Diener nun die Rollen ihrer verschwundenen Herren übernehmen.
Ursprünglich von Lauri Wylie verfasst, wurde der Sketch ab 1948 durch die Komiker Freddie Frinton und May Warden auf britischen Bühnen populär. Seine deutsche Fernsehpremiere feierte er 1963, doch erst in den 1970er-Jahren entwickelte er sich zum Silvesterklassiker. Heute überbrückt er die ruhigen Stunden vor Mitternacht – eine Mischung aus Nostalgie, Absurdität und einer Prise Melancholie.
Sein anhaltender Erfolg liegt in der Verbindung von Slapstick, kulinarischer Symbolik und berührendem Ritual. Jahr für Jahr berühren die Themen Einsamkeit, gesellschaftlicher Wandel und die Kraft der Tradition. Für viele gehört Miss Sophies einsames Festmahl längst so sehr zu Silvester wie der Countdown selbst.
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