29 January 2026, 19:35

Wallauer Kurve: Bahnprojekt scheitert an unvollständigen Unterlagen

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer Eisenbahnschiene, gefüllt mit detaillierten Diagrammen und Texten über den Bau einer Brücke.

Antrag für das Schienenprojekt 'Wallauer Spange' abgelehnt - Wallauer Kurve: Bahnprojekt scheitert an unvollständigen Unterlagen

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsantrag der DB InfraGO AG für das Bahnprojekt Wallauer Kurve abgelehnt. Begründet wurde die Entscheidung mit unvollständigen und nicht ausreichend detaillierten Unterlagen. Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister von Wiesbaden, bezeichnete das Ergebnis als "tief enttäuschend".

Die DB InfraGO AG, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, hatte den Antrag für die Wallauer Kurve eingereicht. Das Eisenbahn-Bundesamt bemängelte jedoch zentrale Punkte und stufte die Vorlage als "unvollständig" und "überarbeitungsbedürftig" ein. Laut Behörde blieben in den Unterlagen mehrere entscheidende Fragen unbeantwortet.

Gert-Uwe Mende war zuvor versichert worden, dass das Planungsverfahren zügig voranschreiten würde. Trotz des Rückschlags betonte er, dass die Bundesregierung das Bauvorhaben weiterhin unterstütze. Die Behörde ihrerseits machte deutlich, dass ein überarbeiteter Antrag derselben gründlichen Prüfung unterzogen werde wie der erste Versuch.

Dr. Imke Kellner, die im Vorstand der DB InfraGO AG für den neuen Bereich Fahrweg zuständige Direktorin, wird die nächsten Schritte koordinieren. Das Unternehmen wird voraussichtlich ein neues Planfeststellungsverfahren einleiten. Ein Sprecher des Eisenbahn-Bundesamts ergänzte, dass die festgestellten Mängel in einer Neuauflage behoben werden könnten.

Die Ablehnung verzögert das Projekt Wallauer Kurve, doch eine überarbeitete Antragsversion ist nun in Vorbereitung. Die DB InfraGO AG muss die Bedenken der Behörde ausräumen, bevor sie die Unterlagen erneut einreicht. Das Verfahren wird denselben strengen Prüfstandards folgen wie der ursprüngliche Antrag.