29 April 2026, 12:25

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und startet radikales Sparprogramm

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und startet radikales Sparprogramm

Wacker Chemie meldet deutlichen Rückgang der Finanzkennzahlen für 2025

Der Münchner Chemiekonzern Wacker Chemie verzeichnete für das Jahr 2025 einen deutlichen Einbruch der wirtschaftlichen Leistung – sowohl Umsatz als auch Ertrag gingen spürbar zurück. Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro, der vor allem auf Sonderbelastungen und Abschreibungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro zurückzuführen ist. Als Reaktion hat der Konzern sein bisher größtes Sparprogramm gestartet.

Der Gesamtumsatz der Chemiesparte sank 2025 um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) brach sogar um 43 Prozent ein und lag bei 427 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Christian Hartel nannte eine schwache Nachfrage, Marktunsicherheiten und zunehmenden Wettbewerb als zentrale Herausforderungen für die Branche.

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Rückläufige Absatzmengen, gesunkene Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten verschärften die Krise. Hinzu kamen die weiterhin hohen Energiekosten in Deutschland, die zusätzlich belasteten. Infolgedessen wird Wacker Chemie für das Jahr 2025 keine Dividende vorschlagen.

Im Oktober 2025 kündigte das Unternehmen das Programm PACE an – die bisher ehrgeizigste Kostensenkungsinitiative. Damit sollen die jährlichen Ausgaben um mehr als 300 Millionen Euro reduziert werden. Ein Teil der Maßnahmen sieht den Abbau von über 1.500 Arbeitsplätzen weltweit vor, wobei der Großteil der Stellenstreichungen Deutschland betrifft.

Für das erste Quartal 2026 rechnet Wacker Chemie mit einem Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro. Das EBITDA für diesen Zeitraum wird auf 140 bis 160 Millionen Euro prognostiziert – und läge damit über den Vorjahreswerten. Für das gesamte Jahr 2026 erwartet der Konzern ein niedriges einstelliges Wachstum bei Umsatz und EBITDA.

Die finanziellen Schwierigkeiten im Jahr 2025 haben zu umfassenden Umstrukturierungen geführt. Mit Stellenabbau und Kostensenkungen will Wacker Chemie seine Position in einem schwierigen Marktumfeld stabilisieren. Die ersten Prognosen für 2026 deuten auf eine leichte Erholung bei Ertrag und Umsatz hin.

Quelle