06 February 2026, 21:22

Susanne Hoffmanns Vermächtnis: 40 Jahre soziales Engagement für Marburgs Zukunft

Eine alte Ansichtskarte mit einer Stadtansicht, die Gebäude, Bäume, eine Brücke, Wasser, Menschen, einen Brunnen und einen bewölkten Himmel zeigt, sowie Text und ein Logo.

Susanne Hoffmanns Vermächtnis: 40 Jahre soziales Engagement für Marburgs Zukunft

Susanne Hoffmann geht nach 40 Jahren im sozialen Bereich in Marburg in den Ruhestand. Ihr Wirken umfasste die Jugendförderung, gesundheitliche Chancengleichheit und kommunales Engagement – und hinterlässt deutliche Spuren in der Stadt. Kollegen und Verantwortliche würdigen nun ihr jahrzehntelanges Engagement, während sie sich aus dem öffentlichen Leben zurückzieht.

Ihre Laufbahn begann Hoffmann als freie Mitarbeiterin im Treffpunkt Richtsberg, bevor sie in die Marburger Stadtverwaltung wechselte. 2012 übernahm sie die Leitung des Dienstes für Jugendentwicklung und koordinierte dort Integrationsprojekte innerhalb des Amts für Kinder, Jugend und Familie.

Später wechselte sie ins Büro für Gesunde Stadt, wo sie mindestens zwölf Initiativen ins Leben rief. Dazu gehörten das Gesundheitsbus-Projekt (2021), das mobile medizinische Versorgung in benachteiligten Stadtteilen anbietet, sowie niedrigschwellige Beratungsstellen für marginalisierte Gruppen (2020). Zudem war sie Mitbegründerin der Interkulturellen Gesundheitsinitiative, die migrantischen Communities barrierefreien Zugang zu Prävention und Beratung ermöglicht.

Über den Gesundheitsbereich hinaus organisierte Hoffmann Bewegungsförderprogramme, die rund 75.000 Teilnehmende erreichten. Zudem vertrat sie die Bürgerinitiative für Soziale Fragen (BSF) und prägte damit Projekte und Netzwerke in der Sozialarbeit. Zuletzt wirkte sie im Amt für Gleichberechtigung, Diversity und Antidiskriminierung mit – insbesondere zu Frauenthemen und kommunalen Bedarfen.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Bürgermeisterin Nadine Bernshausen dankten ihr öffentlich für ihr Engagement. Beide wünschten ihr nach vier Jahrzehnten im Dienst der Stadt Marburg einen guten Start in den Ruhestand.

Mit Hoffmanns Ausscheiden endet ein Kapitel umfassenden Wirkens für soziale Gerechtigkeit, Jugendförderung und öffentliche Gesundheit. Ihre Projekte – von mobiler Gesundheitsversorgung bis zu inklusiven Beratungsangeboten – werden die Marburger Bevölkerung weiter begleiten. Die Stadt wird nun auf den Grundlagen aufbauen, die sie mitgeprägt hat.