Rüsselsheim testet Videoüberwachung am Bahnhof für mehr Sicherheit
Carina KrauseRüsselsheim testet Videoüberwachung am Bahnhof für mehr Sicherheit
Rüsselsheim am Main wird eine der ersten Städte in Hessen sein, die an ihrem Bahnhof ein neues Videoüberwachungssystem testet. Das Vorhaben ist Teil der Landesinitiative KOMPASSbahnhof und soll die Sicherheit erhöhen sowie der Polizei bei der Aufklärung von Straftaten helfen. Die Stadtverantwortlichen haben nun grünes Licht für die Umsetzung des Projekts gegeben.
Das hessische Innenministerium startete das KOMPASSbahnhof-Programm 2023, um Kriminalität an Bahnhöfen entgegenzuwirken. Innenminister Roman Poseck wählte Rüsselsheim als Pilotstandort für die Erprobung aus. Laut Planung sollen Kameras zentrale Bereiche überwachen, darunter den Bahnhofsvorplatz, die Fahrradabstellplätze, den Zugang zum Friedensstraße-Unterführungstunnel sowie die Sophienpassage mit allen Zufahrtswegen.
Der Rüsselsheimer Stadtrat billigte den Überwachungsvorschlag in einer jüngsten Sitzung. Bürgermeister Patrick Burghardt begrüßte die Entscheidung und forderte die Stadträte auf, die Pläne in ihrer nächsten Sitzung am 27. Juni final zu beschließen. Bei Zustimmung soll das System zügig installiert werden. Klare Hinweisschilder werden die überwachten Zonen kennzeichnen, um die Öffentlichkeit zu informieren. Das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) und der Hessische Datenschutzbeauftragte begleiten das Projekt, um die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten.
Die neuen Kameras sollen abschreckend wirken, Ermittlungen unterstützen und die Sicherheit der Fahrgäste verbessern. Sobald das System in Betrieb ist, wird es stark frequentierte Bereiche rund um den Bahnhof abdecken. Die Behörden werden seine Wirksamkeit im Rahmen der übergeordneten KOMPASSbahnhof-Initiative evaluieren.