Rothirsche in Deutschland: Krank geschossen statt gepflegt
Rothirsche in Deutschland: Krank geschossen statt gepflegt
Rothirsche in Deutschland: Kranke Tiere werden erschossen statt gepflegt
Teaser: Die Jagdpolitik in Hessen und Baden-Württemberg treibt Rothirsche in die Inzuchtfalle. Ein Artikel über Rothirschbezirke, Tierschutz und fehlende Wildtierkorridore.
Rothirschbestände in Deutschland stecken in einer stillen Krise. Genetische Isolation und Inzucht haben die Populationen geschwächt – schwere Fehlbildungen und geringe Vielfalt sind in mehreren Bundesländern dokumentiert. Behörden und Naturschutzorganisationen ergreifen nun dringend Maßnahmen, um einen weiteren Rückgang zu verhindern.
Im Juni 2023 machte ein schwer krankes Rothirschkalb in der Region Burgwald-Kellerwald auf das wachsende Problem aufmerksam. Das Tier litt unter Gendefekten, die von nah verwandten Elterntieren vererbt wurden. Allein in Hessen gab es mindestens sechs ähnliche Fälle, darunter Kälber mit extrem verkürzten Unterkiefern – eine direkte Folge von Inzucht.
Eine genetische Studie aus dem Jahr 2019 zeigte, dass keine Rothirschpopulation in Hessen über ausreichend Vielfalt verfügt, um sich an künftige Umweltveränderungen anzupassen. Das Problem entsteht durch starre „Rothirschbezirke“, die die Tiere gesetzlich auf kleine Gebiete beschränken und natürliche Wanderungen blockieren. Baden-Württemberg steht vor einer ähnlichen Herausforderung: Hier sind die Hirsche auf nur fünf Bezirke beschränkt, die weniger als vier Prozent der Landesfläche ausmachen. Noch bis vor kurzem wurden Tiere, die diese Zonen verließen, sofort erschossen.
Forschungen in Baden-Württemberg bestätigten, dass isolierte Populationen genetisch zu schwach sind, um langfristig zu überleben. Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern haben bereits reagiert: Sie führten genetisches Monitoring ein, passten Jagdregeln an und verbesserten die Vernetzung von Lebensräumen. In einigen Gebieten wurden sogar Tiere umgesiedelt, um den Genfluss zu fördern.
Durch Druck von Wissenschaftlern und Tierschutzverbänden kommen nun weitergehende Reformen in Gang. Im März 2025 setzte Baden-Württemberg das Abschussgebot für junge Hirsche außerhalb der festgelegten Zonen aus – wandernde Jahrlinge dürfen sich nun frei bewegen. Naturschützer fordern weiterhin das Ende starrer Managementzonen, besseren Schutz für wandernde Tiere und Jagdmethoden, die die Artenvielfalt in den Vordergrund stellen.
Die Deutsche Wildtier Stiftung warnt, dass ohne Gegenmaßnahmen genetische Isolation zu lokalem Aussterben führen könnte. Die Bundesländer passen nun ihre Jagdpolitik an, vernetzen Lebensräume neu und überwachen die Bestände genauer. Diese Schritte sollen die genetische Gesundheit der Tiere wiederherstellen, bevor der Schaden irreparabel wird.
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