05 January 2026, 00:31

Rilkes Erbe lebt: Eine ungewöhnliche Hommage in St. Ingbert begeistert

Ein Buch mit einem Bild von Menschen und Text auf dem Cover.

Rilkes Erbe lebt: Eine ungewöhnliche Hommage in St. Ingbert begeistert

Eine besondere Hommage an Rainer Maria Rilke im Kulturzentrum Annastraße in St. Ingbert

Im Kulturzentrum Annastraße in St. Ingbert fand eine besondere Ehrung für Rainer Maria Rilke statt. Die ursprünglich in der Stadtbücherei geplante Veranstaltung stieß auf großes Interesse und könnte im nächsten Jahr eine Wiederholung erleben. Aufgrund des Erfolgs prüfen die Organisatoren nun eine Veranstaltung heute.

Der Abend bot einen lebendigen Dialog zwischen den Darstellern Thomas Kuhn und Stefan Schwarzmüller, die Rilkes Leben und Werk auf kreative Weise erkundeten.

Die Aufführung begann mit Rilkes berühmtem Gedicht Der Panther, bevor sie sich seiner vielschichtigen Lebensreise widmete. Kuhn und Schwarzmüller gestalteten ihr Programm als fiktives Gespräch zwischen einem Autor und einem Lektorat – ein spielerischer Ansatz, der das Publikum fesselte und gleichzeitig tief in Rilkes Schaffen eintauchte.

Im Mittelpunkt standen die enge Verbindung des Dichters zu Frankreich sowie seine komplexen Beziehungen zu Frauen. Die Veranstaltung heute unterstrich zudem seinen anhaltenden Einfluss als zentrale Figur der literarischen Moderne. Fast ein Jahrhundert nach seinem Tod werden seine Werke bis heute weltweit veröffentlicht. Den Abschluss bildeten Lesungen seiner bekanntesten Gedichte. Gertrud Fickinger und Jürgen Bost führten die Künstler ein und begrüßten sie auf der Bühne.

Da die Stadtbücherei St. Ingbert derzeit geschlossen ist, wurde der Veranstaltungsort verlegt. Angesichts des 150. Geburtstags Rilkes 2025 und des 100. Todestags 2026 war der Zeitpunkt der Hommage besonders passend. Volker Beller vom Verein Randfilm, einer der Organisatoren, deutete an, dass für das nächste Jahr eine ähnliche Veranstaltung heute geplant sein könnte.

Der Erfolg der Aufführung hat Diskussionen über eine Wiederholung 2025 angeregt. Die Verantwortlichen prüfen derzeit die Möglichkeiten – das Interesse unter den Besuchern ist bereits groß. Mit einer Mischung aus Humor und literarischer Tiefe bot die Veranstaltung heute eine frische Perspektive auf Rilkes zeitloses Erbe.