31 January 2026, 23:02

Ricarda Lang attackiert Markus Söder bei Karneval mit satirischen Spitzen

Ein Plakat an einer Gebäudewand mit einer Gruppe lachender, fröhlicher Menschen und der großen Schrift "Les Humoristes Journal Hebdomadaire Illustré" darüber.

Ricarda Lang macht sich über Söder lustig: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Lang attackiert Markus Söder bei Karneval mit satirischen Spitzen

Ein monatelanger politischer Streit ist diese Woche während einer Karnevalsveranstaltung in Aachen wieder aufgeflammt. Ricarda Lang, die ehemalige Co-Vorsitzende der Grünen, nahm Markus Söder in einer satirischen Rede aufs Korn. Ihre Witze spielten auf eine umstrittene Äußerung an, die der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende im Dezember über seine Parteikollegin Dorothee Bär gemacht hatte.

Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung, als Söder auf einem CSU-Parteitag eine Bemerkung in Richtung Bär richtete, die viele als herablassend empfanden. Seine Worte – "Keine Frage, wir erwarten nicht viel von dir, aber wir würden uns freuen, wenn viel Geld nach Bayern fließen würde, liebe Doro – ha ha, das wär' schön" – sorgten damals für Kritik.

Die neueste Runde der verbalen Sticheleien fand bei der Verleihung des "Ordens gegen tödlichen Ernst" statt, einer langjährigen Karnevalstradition. Lang, bekannt für ihren scharfen Witz, bezeichnete Söder als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und als "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex. Ihre Äußerungen ernteten zwar Gelächter im Publikum, brachten aber auch die Debatte um Söders ursprüngliche Bemerkung wieder in Schwung.

Bär selbst hatte die Kontroverse zuvor heruntergespielt. In Interviews nach dem Dezember-Vorfall betonte sie, Söder habe nichts Böses gemeint und sich mehrfach entschuldigt. Sie rief dazu auf, den Vorfall ruhen zu lassen, und erklärte die Angelegenheit für erledigt. Dennoch rückte die Karnevalsveranstaltung das Thema erneut in den Fokus.

Eine öffentliche Reaktion Söders auf Langs Kritik ist bisher nicht bekannt. Bär hingegen wurde bei derselben Feier geehrt und erhielt den Titel "Ritter des Ordens" – eine scherzhafte Anerkennung ihrer Rolle in dem anhaltenden politischen Wortgefecht.

Die Karnevalsveranstaltung zeigte, wie politische Spannungen in unerwarteten Zusammenkünften wieder aufbrechen können. Während Bär wiederholt versuchte, die Wogen zu glätten, sorgten Langs Witze dafür, dass die Auseinandersetzung Gesprächsstoff blieb. Vorerst steht zwar die heitere Tradition im Mittelpunkt – doch die zugrundeliegende Reiberei schwelt weiter.