27 January 2026, 20:43

Rentier-Ausweichmanöver in Norwegen endet mit teurer Versicherungsfalle

Eine Herde Rentier, die auf einer saftigen grünen Wiese grast, umgeben von Bäumen, Hügeln und einem klaren blauen Himmel, mit Text oben auf dem Bild.

Rentier-Ausweichmanöver in Norwegen endet mit teurer Versicherungsfalle

Ein deutscher Autofahrer erlebte in Norwegen eine unerwartete finanzielle Überraschung, nachdem er einem Rentier ausweichen wollte. Der Zusammenstoß beschädigte sein Fahrzeug schwer, doch seine Versicherung lehnte die Kostenübernahme ab. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf Lücken in Standardpolicen bei Wildunfällen im Ausland.

Der Fahrer war in einer rentierreichen Gegend unterwegs, als er plötzlich auf eine Herde traf. Um einen Aufprall zu vermeiden, kam er von der Straße ab und verursachte erhebliche Schäden an seinem Auto. Als er den Schaden meldete, lehnte seine Versicherung die Zahlung mit der Begründung ab, dass Rentiere nach deutschem Recht nicht als "Wild" gelten.

Laut Bundesjagdgesetz zählen nur 65 Tierarten – darunter Rehe, Wildschweine und Füchse – als jagdbares Wild. Da Rentiere nicht aufgeführt sind, behandeln die meisten Standardpolicen solche Kollisionen als unversicherte Fälle. Der Fahrer hätte zwar seine Vollkaskoversicherung nutzen können, doch dies hätte seinen Schadensfreiheitsrabatt gemindert.

Einige Versicherer bieten zwar "erweiterte Deckungskonzepte" an, die alle tierbedingten Unfälle abdecken. Ohne diesen Zusatzschutz bleiben Autofahrer in Regionen mit Rentieren oder anderen nicht gelisteten Arten jedoch oft ungeschützt.

Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, vor Fahrten in Gebiete mit ungewöhnlicher Tierwelt die Police zu prüfen. Ohne passenden Versicherungsschutz können Kollisionen mit Tieren wie Rentieren teure Reparaturen nach sich ziehen. Experten raten, die Versicherungsbedingungen vorab genau zu prüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.