29 January 2026, 19:38

Raab vs. Zietlow: Warum der alte TV-Streit jetzt eskaliert

Ein Plakat für das Ernst-Drucker-Theater in Hamburg, Deutschland, das eine Gruppe von Menschen und den Text "Hamburg im Jahre 2000" zeigt.

TV-Streit mit Geschichte - Raab vs. Zietlow: Warum der alte TV-Streit jetzt eskaliert

Der langjährige Streit zwischen Stefan Raab und Sonja Zietlow ist in der aktuellen Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! erneut aufgeflammt. Die beiden Moderatoren, beide Ende 50, tauschen seit den 1990er-Jahren Beleidigungen aus – und jetzt hat die Auseinandersetzung mit neuen Angriffen eine weitere Zuspitzung erfahren. Ihr jüngster Konflikt hat sogar Kollegen wie Micky Beisenherz hineingezogen: Der Autor kritisierte Raab öffentlich wegen Stellenstreichungen, die mit dessen Rückkehr zu RTL in Verbindung gebracht werden.

Die Rivalität begann Ende der 1990er-Jahre in Raabs Show TV total, wo er Zietlows Auftritte bei RTL wiederholt verspottete. Ein wiederkehrender Running Gag zeigte einen Ausschnitt, in dem sie Ochsenpimmel sagte. Über die Jahre hinweg bezeichnete Raab Ich bin ein Star als Schundfernsehen und nannte die Sendung jüngst die letzte Station für Prominente, die zu blöd zum Tanzen sind. Auch Zietlow griff er direkt an und nannte sie die Botox-Königin.

Zietlow, die seit 2004 Ich bin ein Star moderiert, blieb nicht stumm. Gemeinsam mit ihrem Co-Moderator Jan Köppen konterte sie Raabs jüngste Äußerungen. Die Reaktionen kamen, nachdem Raab 2024 mit Du gewinnst hier nicht die Million zu RTL zurückgekehrt war – eine Show, die wegen schlechter Quoten abgesetzt wurde. Jetzt ist er wöchentlich in Die halbe Stunde nach der Stunde danach zu sehen und kommentiert dort jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag live Ich bin ein Star.

Hinter den Kulissen hat sich die Stimmung weiter zugespitzt. Micky Beisenherz, Autor der Show und Gastgeber des Podcasts Apokalypse und Filterkaffee, machte Raabs Vertrag für Stellenabbau verantwortlich. Seine öffentliche Kritik fügte der Auseinandersetzung eine weitere Ebene hinzu.

Von einer Beruhigung der Lage ist nichts zu spüren: Beide Seiten liefern sich weiterhin scharfe Wortgefechte, sowohl on als auch off screen. Während Raab mit seinen regelmäßigen Kommentaren im Rampenlicht bleibt, ist Zietlow nach wie vor eine zentrale Figur bei Ich bin ein Star. Der anhaltende Konflikt wirft zudem ein Schlaglicht auf branchenweite Spannungen, da Kollegen wie Beisenherz die Auswirkungen öffentlich anprangern.