Polizei räumt monatelanges Protestcamp am Langener Waldsee – 42 Festnahmen und 220.000 Euro Kosten
Carina KrauseRäumung des Protestcamps kostet mehr als 220.000 Euro - Polizei räumt monatelanges Protestcamp am Langener Waldsee – 42 Festnahmen und 220.000 Euro Kosten
Monatelanger Protestcamp am Langener Waldsee im November 2025 geräumt
Im November 2025 endete ein seit Langem bestehendes Protestcamp am Langener Waldsee, nachdem die Behörden die Aktion beendeten. Aktivistinnen und Aktivisten hatten das Gelände über ein Jahr lang besetzt, um die Abholzung von Bäumen im Zusammenhang mit Kiesabbau zu verhindern. Bei der Aktion kam es zu Dutzenden Festnahmen, die Kosten für die Steuerzahler belaufen sich auf mehr als 220.000 Euro.
Die Besetzung begann im Sommer 2024, als Demonstranten ein Camp errichteten, um die Pläne für den Kiesabbau zu stoppen. Durch ihre Präsenz verzögerte sich die Arbeit um 16 Monate, in denen 52 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten registriert wurden.
Am 12. November 2025 schritt die Polizei zur Räumung des Camps ein. Während der Haupträumung waren täglich mehrere Hundert Beamte im Einsatz. Bis zum Ende der Aktion wurden 42 Aktivistinnen und Aktivisten festgenommen.
Von den Festgenommenen müssen sich nun 28 Personen wegen offizieller Anklagen verantworten. Die meisten Vorwürfe betreffen Hausfriedensbruch, Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Die Gesamtkosten der Aktion – inklusive Personal, Ausrüstung und Rechtskosten – haben bereits die Marke von 220.000 Euro überschritten.
Die Räumung beendet eine monatelange Konfrontation zwischen Aktivisten und Behörden. Da die juristischen Verfahren nun anstehen, werden die 28 Beschuldigten in den kommenden Monaten vor Gericht erscheinen. Die endgültigen finanziellen Folgen der Aktion könnten weiter steigen, sobald zusätzliche Kosten abgerechnet werden.