Paul Wanner wählt Österreich statt Deutschland – und setzt auf Rangnick
Klaas LübsPaul Wanner wählt Österreich statt Deutschland – und setzt auf Rangnick
Paul Wanner hat sich entschieden, auf internationaler Ebene für Österreich aufzulaufen, und damit eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft abgelehnt. Der 20-jährige Mittelfeldspieler traf seine Entscheidung kurz nachdem beide Verbände auf ihn zugegangen waren. Seine Verpflichtung für Österreich folgt auf Jahre der Entwicklung beim FC Bayern München und einen kürzlichen Wechsel zu PSV Eindhoven.
Wanner wurde in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters geboren und wuchs in Amtzell nahe der österreichischen Grenze auf. Mit 13 Jahren wechselte er in die Jugendakademie des FC Bayern München, wo er sich schnell entwickelte. Der Verein machte ihn mit nur 16 Jahren zum jüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten, doch einen festen Platz in der ersten Mannschaft konnte er sich nie erarbeiten.
Im November 2021 zog die deutsche A-Nationalmannschaft unter Julian Nagelsmann eine Nominierung Wanners in Betracht. Stattdessen entschied sich der Spieler für Österreich – maßgeblich beeinflusst von Ralf Rangnick, dem Teamchef der ÖFB-Auswahl. Rangnicks Rolle war entscheidend für die Entscheidung, die Wanner betont nicht allein von WM-Perspektiven abhängig gemacht zu haben.
Sein Entschluss hatte zunächst keine direkten Auswirkungen auf seine Vereinskarriere. Bereits an den 1. FC Heidenheim ausgeliehen, wechselte er im Sommer für etwa 15 Millionen Euro zu PSV Eindhoven. In der aktuellen Saison steuerte er in 26 Einsätzen vier Tore und drei Vorlagen bei. Wanner strebt an, für Österreich als klassische "Zehn" zu spielen, und hofft, dass Rangnick auch über die WM hinaus im Amt bleibt.
Trotz seines Wechsels lernt er noch immer die österreichische Nationalhymne. Sein Transfer zu PSV Eindhoven hat sich als Erfolg erwiesen: In der Saison 2025/26 zeigt er konsequent starke Leistungen. Seine Entscheidung für Österreich spiegelt sowohl persönliche Bindungen als auch sportlichen Ehrgeiz wider. Die Zukunft des Mittelfeldspielers in der Nationalmannschaft wird von seiner Form und Rangnicks weiterer Führung abhängen.






