05 April 2026, 02:25

Offenbach verdoppelt Nottransportgebühren – was Patienten jetzt wissen müssen

Ein Rettungswagen des Bellingham Fire Department, der auf einem Parkplatz mit Bäumen und Gebäuden geparkt ist, unter einem klaren blauen Himmel.

Offenbach verdoppelt Nottransportgebühren – was Patienten jetzt wissen müssen

Offenbach plant erste Erhöhung der Nottransportgebühren seit 2018

Angesichts steigender Nachfrage und höherer Betriebskosten will Offenbach die Gebühren für Nottransporte erstmals seit 2018 anheben. Die endgültige Entscheidung liegt in den kommenden Wochen beim Stadtrat.

Bisher beträgt die Gebühr für jeden Nottransport in Offenbach 61,50 Euro – ein Wert, der seit 2018 unverändert blieb. Nun planen die Verantwortlichen eine Verdopplung auf 126,50 Euro, um die gestiegenen Ausgaben zu decken. Für versicherte Patientinnen und Patienten übernehmen die Krankenkassen in der Regel diese Kosten.

Die Leitstelle der Offenbacher Feuerwehr ist rund um die Uhr im Einsatz und koordiniert Rettungswagen, Notfallsanitäter und Notärzte. Trotz der Gebührenerhöhung wird die Stadt weiterhin 20 Prozent der Personalkosten der Leitstelle tragen. Zudem unterstützt das Land Hessen die Notdienste mit einem jährlichen Beitrag von 0,35 Euro pro Einwohnerin und Einwohner.

Die Zahl der Notrufe ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: von 23.309 Einsätzen im Jahr 2018 auf 29.365 im Jahr 2022. Dieser Anstieg geht mit dem Bevölkerungswachstum Offenbachs einher. Ob auch die Zahl der Fehlalarme in der Stadt zunimmt, ist unklar – in anderen Regionen wie Bayern häufen sich jedoch falsche Meldungen durch Brandmeldeanlagen, was die Notdienste zusätzlich belastet.

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Die Organisation des Rettungsdienstes kostet die Stadt bereits jetzt rund 2,6 Millionen Euro pro Jahr. Die geplante Gebührenanpassung soll einen Teil dieser finanziellen Last abfedern.

Falls der Stadtrat zustimmt, tritt die neue Gebühr nach der Abstimmung in Kraft. Die Erhöhung spiegelt sowohl die gestiegene Nachfrage als auch die Notwendigkeit wider, die flächendeckende Notfallversorgung rund um die Uhr aufrechtzuerhalten. Bürgerinnen, Bürger und Krankenkassen werden die Änderungen künftig in den Transportabrechnungen sehen.

Quelle