Nur vier von 65 Lkw bestehen Großrazzia der hessischen Polizei
Großrazzia der Polizei in Hessen: Nur wenige Lkw bestehen Kontrollen
Im Februar und März 2026 hat die Polizei in Hessen groß angelegte Lkw-Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill insgesamt 65 Fahrzeuge überprüft – die meisten fielen durch, nur wenige erfüllten sämtliche gesetzliche Vorgaben.
Gießen: Mängel von fehlenden Papieren bis zu überladenen Fahrzeugen Vom 17. bis 21. Februar kontrollierten Verkehrskontrolleure in Gießen 38 Lkw. In 18 Fällen stellten sie Verstöße fest, darunter fehlende Unterlagen, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder technische Mängel. Ein in Gießen zugelassener Lastwagen musste sofort zur Baustelle zurückkehren, nachdem sich herausstellte, dass seine Ladung nicht gesichert war und herunterzufallen drohte.
Ausweitung der Kontrollen auf die B236 – neun Fahrer mussten ihre Fahrt abbrechen Am 18. März weiteten die Beamten die Überprüfungen auf die Bundesstraße 236 zwischen Münchhausen und Berghofen aus. Weitere 27 Lkw wurden in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill kontrolliert. Neun Fahrer durften ihre Fahrt nicht fortsetzen, da ihre Ladung ungesichert war oder ihre Fahrzeuge die zulässigen Maße überschritten.
In zwei Fällen mussten polnische Ersatz-Lkw die Fracht übernehmen, weil die Verstöße besonders schwerwiegend waren. Ein Bauunternehmen aus dem Landkreis Lahn-Dill wurde zur Kasse gebeten, weil es über 325 Tage lang vorgeschriebene Daten nicht heruntergeladen hatte. Auch Verstöße gegen Sozialvorschriften – etwa bei Ruhezeiten – zogen Sanktionen nach sich.
Fahrer mit leichteren Vergehen erhielten Bußgelder, während bei schweren Mängeln ein Weiterfahren untersagt wurde. Die Behörden kündigten an, dass in Kürze Nachkontrollen stattfinden sollen.
Systematische Missachtung der Vorschriften Die Aktionen zeigten, dass viele Speditionen und Fahrer die Regeln ignorieren: Von 65 überprüften Lkw bestanden nur wenige die Kontrollen ohne Beanstandungen. Die Polizei warnte, dass in den kommenden Monaten mit noch strengeren Überprüfungen zu rechnen sei.






