28 March 2026, 22:31

Neue Regeln für Untermietverträge: Mehr Schutz gegen willkürliche Kündigungen ab 2026

Stadtstraße mit hohen Gebäuden, fahrenden Fahrzeugen, Passanten, einem Fahrrad, einem Feuerhydranten und Vermietungsschildern unter einem bewölktem Himmel.

Neue Regeln für Untermietverträge: Mehr Schutz gegen willkürliche Kündigungen ab 2026

Deutschlands Mietmarkt gerät zunehmend unter Druck – besonders in Städten, wo Wohnungsmangel viele in die Zweitvermietung treibt. Da es kaum rechtlichen Schutz gibt, leben Untermietende oft in Unsicherheit: Sie riskieren eine plötzliche Kündigung, wenn der Hauptmieter auszieht oder den Mietvertrag bricht. Nun soll eine neue Initiative die Regeln für Untermietverhältnisse verschärfen und Menschen in prekären Wohnsituationen besseren Schutz bieten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Am 28. Januar 2026 entschied der Bundesgerichtshof, dass Hauptmieter Wohnungen künftig nicht mehr gewinnorientiert untervermieten dürfen. Der Richterspruch erfolgte vor dem Hintergrund, dass einige die hohe Nachfrage ausnutzten, um überteuerte Mieten zu verlangen – oft ohne ausreichende Kontrolle. Der Bundesrat hat seitdem strengere Vorschriften vorgeschlagen, um das Problem einzudämmen.

Kernpunkt der geplanten Reform: Hauptmieter müssten Vermieter künftig verpflichtend über Untermietverträge informieren – inklusive der Identität der Untermietenden und der vereinbarten Konditionen. Aktuell wissen viele Vermieter nicht einmal, wer in ihren Wohnungen lebt oder zu welchen Bedingungen. Zudem soll eine Mindestkündigungsfrist für Untermietende eingeführt werden, falls der Hauptmieter gekündigt wird – um zu verhindern, dass diese von heute auf morgen obdachlos werden.

Ein weiterer zentraler Punkt: Untermietende sollen leichter in den Hauptmietvertrag übernehmen können, was ihnen mehr Planungssicherheit gibt. Ziel ist es, Missbrauch zu verhindern und gleichzeitig klare Rechte für Menschen in Untermietverhältnissen zu schaffen. Vermieter wiederum dürfen künftig nicht mehr wegschauen, wenn Hauptmieter gewinnorientiert untervermieten.

Werden die Reformen verabschiedet, bringen sie dringend benötigte Transparenz in den angespannten deutschen Mietmarkt. Untermietende erhalten stärkeren Schutz vor willkürlichen Kündigungen, während Vermieter bessere Kontrolle darüber haben, wer ihre Wohnungen nutzt. Die Änderungen sollen ein faires Gleichgewicht schaffen – und die Risiken von Ausbeutung in einem immer wettbewerbsintensiveren Wohnungssektor verringern.

Quelle