Neue Qualitätsstandards für Energieeffizienz: Was Bauherren jetzt wissen müssen
Helga MüllerNeue Qualitätsstandards für Energieeffizienz: Was Bauherren jetzt wissen müssen
Expertenliste für Energieeffizienz setzt neue bundesweite Qualitätsstandards für nachhaltiges Bauen
Die Expertenliste für Energieeffizienz in Deutschland hat neue landesweite Maßstäbe für Qualität in nachhaltigen Bauprojekten gesetzt. Die 2011 ins Leben gerufene Initiative stellt sicher, dass nur zertifizierte Fachleute Zugang zu Bundesfördermitteln für energieeffizientes Bauen und Sanieren erhalten. Das System umfasst nun strengere Kriterien für die Aufnahme in die Liste sowie für die Verlängerung der Qualifikationen der Experten.
Die Plattform wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der KfW Bankengruppe (KfW) entwickelt. Ziel war es, Fachwissen im Bereich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bundesweit zu standardisieren. Seit 2023 liegt die Förderung für Neubauprojekte beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), das sich ebenfalls der Initiative angeschlossen hat.
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) koordiniert den Betrieb und die Aktualisierungen der Expertenliste. Sie legt die Anforderungen für die Aufnahme von Fachleuten sowie die Bedingungen für die Rezertifizierung fest. Diese Maßnahmen garantieren, dass nur qualifizierte Experten Bundeszuschüsse für Bau- oder Sanierungsvorhaben freischalten können.
Für Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen bietet die Liste klare Vorteile: Die Beauftragung eines gelisteten Experten sichert den Zugang zu staatlichen Förderprogrammen und stellt sicher, dass Projekte hohe Standards in puncto Energieeffizienz und ökologischer Nachhaltigkeit erfüllen.
Die einheitlichen Richtlinien gelten nun bundesweit – sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen. Mit verschärften Zertifizierungsregeln und erweiterter Aufsicht zielt das System darauf ab, die Qualität energieeffizienter Projekte zu steigern. Wer Fördergelder beantragen möchte, muss mit einem eingetragenen Experten zusammenarbeiten, um finanzielle Unterstützung zu erhalten.






