31 January 2026, 08:54

Milliardenloch im Haushalt: Hessens Straßenbauprojekte drohen zu scheitern

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Deutschlandkarte mit Straßen und Autobahnen auf schwarzem Hintergrund.

Mansoori setzt trotz Haushaltslücke Road-Expansion durch - Milliardenloch im Haushalt: Hessens Straßenbauprojekte drohen zu scheitern

Ein milliardenschweres Loch im Bundeshaushalt gefährdet den Zeitplan für Straßenausbauprojekte. In Hessen stehen nun fast 30 Vorhaben vor ungewisser Zukunft – und entfachen eine politische Debatte. Verkehrsminister Kaweh Mansoori betont zwar, die Arbeiten würden trotz finanzieller Engpässe wie geplant umgesetzt.

Bis 2029 sind in Hessen fünf große Autobahnerweiterungen vorgesehen, darunter das stark frequentierte Wiesbadener Kreuz auf der A66. Doch Sorgen um die Finanzierung haben zu Warnungen vor Verzögerungen geführt. Der FDP-Abgeordnete Stefan Naas spricht von einem "politischen Skandal" und wirft den Behörden vor, bei der dringend benötigten Infrastruktur versagt zu haben.

Mansoori kontert mit dem Versprechen, bereits baureife Projekte zu beschleunigen. Zudem will der Minister Vergabeverfahren vereinfachen, um die Planungstermine einzuhalten. Unterdessen kritisiert die grüne Landtagsabgeordnete Katy Walter die einseitige Fokussierung auf den Straßenbau: Der Ausbau des Schienenverkehrs müsse Vorrang haben, so ihre Forderung.

Der AfD-Politiker Klaus Gagel geht noch weiter und bezeichnet die Finanzkrise als "Insolvenzerklärung" der Bundesregierung. Seine Äußerungen spiegeln die allgemeine Verärgerung über stockende Infrastrukturprojekte wider – auch wenn es keine offizielle "Schwarze Liste" gesperrter Vorhaben gibt.

Der Streit lässt Hessens Verkehrspläne in der Schwebe. Während Mansooris Effizienzoffensive einige Projekte beschleunigen könnte, bleibt das Geldproblem bestehen. Ohne zusätzliche Mittel drohen weiterhin Verzögerungen bei wichtigen Strecken wie dem Wiesbadener Kreuz auf der A66.