Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber nach Dopingfall
Deutscher Triathlet Martin Schulz erhält nachträglich Silber bei den Paralympics 2024 in Paris
Der deutsche Triathlet Martin Schulz wurde mit einer nachträglichen Silbermedaille der Paralympics 2024 in Paris ausgezeichnet. Die Aufwertung erfolgte nach der Disqualifikation des brasilianischen Konkurrenten Ronan Nunes Cordeiro wegen eines Dopingverstoßes. Die Entscheidung wurde im Januar 2026 bestätigt – fast ein Jahr nach dem ursprünglichen Wettkampf.
Schulz, ein 36-jähriger Athlet des SC DHfK Leipzig, hatte im Männer-PTS5-Paratriathlon am 2. September 2024 zunächst Bronze gewonnen. Seine Platzierung änderte sich, nachdem Cordeiro, der ursprüngliche Zweitplatzierte, bei einer Wettkampfkontrolle positiv auf die verbotene Substanz 19-Norandrosteron getestet worden war. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) setzte Cordeiro im Oktober 2024 vorläufig aus.
Ein unabhängiges IPC-Anti-Doping-Tribunal wies Cordeiros Berufung am 28. Januar 2026 zurück und bestätigte damit die Disqualifikation. Seine Leistung in Paris wurde annulliert, wodurch Schulz automatisch auf den zweiten Platz aufrückte. Die offizielle Bekanntgabe der Medaillen-Neuvergabe erfolgte am 24. März 2026 durch das IPC.
Neben seinem paralympischen Erfolg ist Schulz Mitglied im Athletenkomitee von World Triathlon – ein Amt, das er bis 2029 innehaben wird. Cordeiro hingegen drohen weitere Sanktionen, darunter ein mögliches Wettkampfverbot, das von World Triathlon festzulegen ist.
Für Schulz handelt es sich um die erste bekannte paralympische Medaille seiner Karriere, wobei Details über seine früheren sportlichen Stationen in öffentlichen Aufzeichnungen nur spärlich dokumentiert sind. Cordeiros Fall wird nun von World Triathlon weiterverfolgt, um zusätzliche disziplinarische Maßnahmen zu prüfen. Das Urteil unterstreicht die Bedeutung der Dopingbekämpfung im Parasport.






